Rotenburg kommt nicht über 25:25 hinaus

Bart springt ins kalte Wasser

Luca Schlifelner (M.) wirft den Ball und wird dabei von Marco Kirschen (r.) Jonas Schepker gehalten.
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Augen zu und durch: Rotenburgs Luca Schlifelner (M.) kann von Hattens Marco Kirschen (r.) nur unfair am Hals gestoppt werden. Auch Jonas Schepker packt mit zu.

Das Spiel der Rotenburger Handballer hatte einiges zu bieten. Unter anderem waren Nils Muche und Robin Fiedler in Quarantäne, sodass Co-Trainer Alexander Bart erstmals coachte.

Rotenburg – Er hätte der gefeierte Mann werden können. Es standen noch fünf Sekunden auf der Uhr, als sich Daniel Barkholdt aus spitzem Winkel den Wurf nahm. Der Rechtsaußen des Handball-Oberligisten TuS Rotenburg brachte den Ball jedoch nicht im Tor unter, sodass es vor heimischer Kulisse beim 25:25 (14:11) gegen die bis dato noch punktlose TSG Hatten-Sandkrug blieb. „Kein Vorwurf an Daniel. Er musste werfen, eine andere Option hatten wir nicht mehr“, nahm Rotenburgs Teammanager Johann Knodel den Linkshänder in Schutz.

Dass die Rotenburger überhaupt noch die Chance auf den Siegtreffer hatten, war Schlussmann Yannick Kelm zu verdanken. Der Torwart parierte 25 Sekunden vor Schluss den freien Wurf von Bennet Krix. „Das Spiel stand in beide Richtungen auf der Kippe. Wir haben wieder einen tollen Teamgeist bewiesen und haben nicht verloren“, fasste Alexander Bart zusammen. Der Rotenburger Co-Trainer musste kurzerhand in die Chefrolle schlüpfen, da Coach Nils Muche nicht beim Spiel dabei sein konnte. „Freitagabend wurde uns mitgeteilt, dass wir einen positiven Corona-Fall haben. Da ,Mulle‘ und Robin (Fiedler, Ersatztorwart des TuS Rotenburg, Anm. d. Red.) nicht geimpft sind, sind nun beide leider in Quarantäne. Der Rest ist geimpft und negativ getestet, damit durfte das Spiel stattfinden“, klärte Knodel auf.

An der Linie gefordert: Rotenburgs Co-Trainer Alexander Bart vertrat Coach Nils Muche.

So mussten die Rotenburger ohne ihren impulsiven und tonangebenden Trainer auskommen. Bart verhielt sich während der Partie hingegen zurückhaltend und überließ eher dem Team selbst die Anweisungen. Der Co-Trainer machte hinterher auch keinen Hehl daraus, dass er „sehr nervös“ war. „Normalerweise bringe ich nur meine Vorschläge ein. Plötzlich hatte ich die Verantwortung. Es war ein Sprung ins kalte Wasser“, gestand Bart. Auch seine Mannschaft wirkte zunächst etwas nervös. Erst nach 20 Minuten ging der TuS Rotenburg durch den elffachen Torschützen Lukas Misere in Führung (9:8). Anschließend schien der Wümme-Club in der Spur zu sein und erspielte sich bis zur Pause einen 14:11-Vorsprung.

Nach dem Wechsel häuften sich jedoch die Fehler aufseiten der Gastgeber. Immer wieder scheiterten die Rotenburger an Keeper Jan-Peter Steffens, sodass sie die Führung leichtfertig aus der Hand gaben. Es dauerte bis zur 53. Minute, ehe Rotenburg dank Luca Schlifelner wieder vorne lag (23:22). „Unsere Fehlwürfe waren der Knackpunkt“, fand Bart. Und Knodel fügte hinzu: „Wir standen uns leider selbst im Weg. Aus der Situation, dass wir so plötzlich ohne Coach auskommen mussten, haben wir aber das Beste gemacht“, lobte der 37-Jährige.

Positive Worte dürfte Knodel sicherlich auch Schlifelner mit auf den Weg gegeben haben, schließlich wusste der „Neuling“ mit drei Toren auf sich aufmerksam zu machen. „Ich hätte nie damit gerechnet, dass ich es in die Startformation schaffe und so viel Einsatzzeiten bekomme. Ich will weiter Gas geben und mich vor allem in der Spielübersicht verbessern“, so Schlifelner. Apropos: Eine bessere Übersicht hätte dem Team in der Schlussphase gut getan, denn dann wäre es vielleicht nicht dazu gekommen, dass sich Barkholdt aus fast aussichtsloser Position den Wurf nehmen musste.

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