SG Westerholz/Hetzwege kommt gegen TV Stemmen zum Last-Minute-Remis

Banehrs Freistoß sitzt – 1:1

Rechtzeitig zur Stelle: Stemmens Simon Erdmann (am Boden) trennt Westerholz‘ Christopher Behrens fair vom Ball. Letztlich teilten sich beide Teams die Punkte.
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Rechtzeitig zur Stelle: Stemmens Simon Erdmann (am Boden) trennt Westerholz‘ Christopher Behrens fair vom Ball. Letztlich teilten sich beide Teams die Punkte.

Westerholz – Guido Bohatsch hatte in der 89. Minute das richtige Gefühl. „Konzentriere dich und mach ihn gefühlvoll rein“, schrie der verletzte Angreifer der SG Westerholz/Hetzwege von der Seitenbande aus. Die Worte kamen bei Björn Banehr an. Der Mittelfeldmann zirkelte den Freistoß direkt oben ins Eck. Sein Last-Minute-Treffer war auch gleichzeitig der letzte beim 1:1 (0:0) im Derby der Fußball-Kreisliga gegen die Gäste des TV Stemmen.

Nicht nur Bohatsch hatte die richtige Vorahnung, auch Stemmens Coach Heiko Meyer hatte vor dem Freistoß von der rechten Seite Schlimmstes für sein Team erwartet. „Das war mir leider klar. Die Position war für einen Linksfuß perfekt. Björn Banehr hat ihn super geschossen“, zollte der Trainer dem Westerholzer Respekt.

Aufgrund des späten Gegentores zeigte sich Meyer nicht hundertprozentig einverstanden mit dem Punktgewinn, auch wenn die Spielanteile beider Mannschaften ausgeglichen waren. „Wir hätten gewinnen müssen. Es darf gar nicht erst zu diesem Freistoß kommen, dann passiert uns nichts mehr“, meinte Stemmens Coach, der anschließend aber auch noch lobende Worte parat hatte: „Wir haben super gekämpft und ordentlich Druck nach vorne gemacht. Besonders Stefan (Ehrke, Defensivchef des TV Stemmen, Anm. d. Red.) hat die Bälle hinten gut abgefangen und seine Vorderleute dirigiert. Er ist ein echter Führungsspieler. Auf unsere Mannschaftsleistung lässt sich auf jeden Fall aufbauen.“

In der Tat war es immer wieder Ehrke, der die Wege der Westerholzer Nils Rathje, Björn Banehr oder Hans Wahlers geschickt zumachte. Und wenn doch mal ein Ball in den Stemmer Strafraum kam, stand Jannis Steenbock zwischen den Pfosten sehr sicher. Der Schlussmann aus der Reserve vertrat mit einer starken Leistung den privat verhinderten Helge Witt. Besonders aus der Nahdistanz wusste der erst 19-jährige Torwart immer wieder zu überzeugen. So schafften es Christopher Behrens (73.), Philipp Gruhlke (74.), Lars Rathje (82.) und Jan-Philipp Thom (90.) nicht, den Keeper zu überwinden. „Das hatte ich ehrlich gesagt nicht so erwartet. Jannis war richtig souverän“, lobte Meyer.

Auf der anderen Seite war es ebenfalls der Schlussmann, der sein Team mit guten Paraden vor einem Rückstand bewahrte. Rüdiger Greve vereitelte die Schüsse von Martin Illinger (10./54.), Douglas Grun (34.) und Douglas Wink (34.). Beim Schuss von Hannes Bellmann war Greve aber machtlos – 0:1 (77.).

Die Schlussphase war von Hektik geprägt. Die personalgeschwächten Stemmer – selbst Coach Heiko Meyer hatte sich für den „absoluten Notfall“ Fußballschuhe angezogen – schafften es nicht, die Partie ruhig zu Ende zu bringen. Die Gastgeber gaben sich indes nicht geschlagen und warfen alles nach vorne. Mit Erfolg, schließlich sollte Banehr noch seinen großen Auftritt bekommen. „Wenn man in der 89. Minute den Ausgleich macht, ist es natürlich ein glücklicher Punktgewinn. Bei uns hat die Durchschlagskraft gefehlt. Wir wollten es mit Gewalt“, so Co-Trainer Fabian Everding.

Von Mareike Ludwig

In die Zange genommen: Stemmens Tim Wahlbrinck (l.) und Douglas Grun (r.) setzen Westerholz‘ Jan-Lüder Behrens unter Druck.

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