Axel France kehrt für ein Spiel zurück / Fußball hat „nicht mehr Vorrang“

„Falsch entschieden“

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Zuletzt trafen sie sich beim Saisonabschlussspiel in der Oberliga – da schaute Axel France (links, neben Betreuer Jörg Matthies) dem Rotenburger SV gegen den TB Uphusen zu.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Zwei Jahre lang rannte er im Ahe-Stadion die Linie rauf und runter, schoss Tore und verteidigte auf der linken Außenbahn – Axel France war für den Rotenburger SV in der Fußball-Oberliga einer der Leistungsträger. Nur schweren Herzens ließen sie ihn an der Wümme im Sommer 2014 ziehen. Morgen (16 Uhr) kommt der Linksfuß zurück – als Spitzenreiter der Landesliga, mit seinem neuen und alten Club, dem FC Hagen/Uthlede.

„Ich freue mich, dass ich wieder da sein darf und einige Leute treffe, die ich lange nicht gesehen habe“, betont France. „Das Spiel will ich aber schon gewinnen, Hagen ist schließlich mein Heimatverein und steht doch noch etwas über Rotenburg – auch wenn ich beide zu schätzen weiß.“

Ob er überhaupt in der Startelf stehen wird, ist unklar. „Ich bin seit zwei, drei Wochen etwas raus, weil ich auf Lehrgang bin“, sagt der Versicherungskaufmann, der meist im linken Mittelfeld aufgeboten wird. Im letzten Spiel gegen den TSV Ottersberg wurde er zur Halbzeit von Coach Gunnar Schmidt allerdings als Sechser eingewechselt. „Das habe ich in Rotenburg nie gespielt.“ Doch der Trainer sei einer, „der weiß, an welchem Rädchen er bei manchem drehen muss“, findet France. Und für ihn selbst hat „der Fußball nicht mehr den Vorrang“.

Die Saison 2014/2015 sorgte für einen Sinneswandel. Sie würde der 24-Jährige wohl am liebsten streichen. Er verließ den RSV, um in der Regionalliga beim BSV Rehden den nächsten Schritt zu machen – doch er setzte sich nicht durch, wurde in die Reserve geschickt. „Ich glaube, ich habe mich einfach für den falschen Verein entschieden und hätte zum Lüneburger SK gehen sollen“, sagt er rückblickend. France stieg aus, ging in die Staaten, dem Land, aus dem sein Vater stammt, und landete in Mexiko beim Erstligisten Club Tijuana. Dort hätte er fast einen Profivertrag unterschrieben, ehe es zum Trainerwechsel kam. Also kehrte er nach Hagen und in seinen erlernten Beruf zurück. Der RSV war kein Thema. „Der Aufwand für die Landesliga hätte sich nicht gelohnt“, findet er. Zumal er mit Hagen seit dem letzten Spieltag ganz oben steht. „Wir haben insgesamt eine gute Mannschaft und sind mittlerweile recht erfahren“, sagt er – „trotzdem wäre ich in Rotenburg schon mit einem Unentschieden zufrieden.“

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