Avides Hurricanes verbuchen mit Platz drei den größten Erfolg der Vereinsgeschichte und wirbeln munter weiter

„Das Team hat das Maximale herausgeholt“

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Dekoriert mit Medaillen: Die Hurricanes nach dem Ende der Saison 2014/2105.

Scheeßel - Der Erfolg ist weiterhin da – auch wenn die Basketballerinnen der Avides Hurricanes so ein wenig gegen den allgemeinen Trend in der Bundesliga arbeiten. Während viele Konkurrenten vermehrt auf EU-Spielerinnen setzen, nachdem die Verpflichtung, mindestens zwei Deutsche stets auf dem Feld zu haben, seit dem Sommer nicht mehr gilt, setzt die Spielgemeinschaft aus Rotenburg und Scheeßel neben den üblichen drei US-Amerikanerinnen rein auf einheimische Kräfte.

Auch am wilden Nachkaufen in der Winterpause beteiligen sich die Hurricanes nicht. Aktuell stehen sie auch so auf dem angepeilten Play-off-Platz und haben somit weiter die Chance, den größten Erfolg der Vereinsgeschichte zu wiederholen. Völlig überraschend schloss der „Underdog“ die Saison 2014/2015 schließlich als Tabellendritter ab und durfte sich die Bronzemedaille umhängen lassen. Im kleinen Finale wurde der USC Freiburg auf Rang vier verwiesen. „Ich glaube, das Team hat am Ende das Maximale diese Saison herausgeholt“, bemerkte der damalige Coach Christian Greve.

Es war wie das Sahnehäubchen auf der Torte, die die Hurricanes ihren Fans serviert hatten. Oft wurde ihr Spielstil als wild, als unkonventionell beschrieben – erfolgreich waren sie damit jedenfalls. Umso ungewöhnlicher, dass der Coach den Club verließ, um etwas Neues zu wagen und beim TSV Quakenbrück anzuheuern. Für ihn kam der Tscheche Tomas Holesovsky.

Überragende Spielerin im Team war und ist Centerin Kierra Mallard, aber auch Kapitänin Pia Mankertz hatte großen Anteil am Erfolg. Und mit Andrea Baden und Hannah Pakulat besitzen die Hurricanes zwei echte Eigengewächse, die sich in der Bundesliga längst etabliert haben und zu Stammkräften geworden sind.

Im Sommer gelang dem Club ein weiterer Coup: Er verpflichtete Nationalspielerin Maggie Skuballa. Und die findet: „Mit diesem Team gehören wir woanders hin als auf Platz sieben. Ich würde nicht sagen, dass jeder, der vor uns steht, es auch verdient hat. Aber wenn wir als Team zusammenspielen, können wir es schaffen, noch woanders hinzuwandern.“

maf

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