Schinkels Starting-Five-Premiere beim 107:63

Hurricanes lassen Jena abblitzen und sind zurück in der Erfolgsspur

Janina Schinkel (l.) hält den Ball im rechten Arm und streckt den linken in die Luft..
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Klare Ansage: Janina Schinkel.

Bei Janina Schinkels Starting-Five-Premiere verpassten die Hurricanes nur knapp den höchsten Sieg in der Saison. Gegen Jena gab es ein 107:63.

Scheeßel – Da sage noch einer, die Jugend von heute sei unaufmerksam und nicht lernwillig: Als kurz vor Ende des dritten Viertels Andrea Baden an die Freiwurflinie ging, ertönte von der Tribüne, aus dem Pulk der zuschauenden Nachwuchskicker des SV Rot-Weiß Scheeßel, eine klare Ansage: „Ruhe, bitte!“ Eigentlich ist es der Standardspruch von Detlef Rathjen, dem Trommler und Helfer im Hintergrund bei den Zweitliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes. Doch die jungen Fans hatten eben gut aufgepasst – und spürbar ihre Freude am Auftritt der Gastgeberinnen, die gegen den Aufsteiger USV Baskets Jena ihren zweithöchsten Saisonsieg einfuhren. Mit dem 107:63 (57:33) schlossen sie die Hinrunde auf Rang vier ab.

Zupackend: Michelle Schischkov (2.v.r.) schnappt sich den Ball vor Juliane Riebel (2.v.l.) und Clara Englisch.

107 erzielte Punkte – Saisonbestwert für die Hurricanes. Dass es nicht ganz zum höchsten Sieg (zu schlagen war das 106:59 gegen die Young Dolphins Marburg) reichte, war für Coach Christian Greve „marginal“. Viel wichtiger für ihn war die Tatsache, dass sich jede seiner zwölf Spielerinnen mindestens mit einem Assist in der Statistik verewigt hatte. Ein Beweis dafür, „dass wir den Ball sehr gut bewegt haben“.

Nach der unerwarteten Niederlage bei der TG Neuss hatte Greve seine Starting-Five umgekrempelt und neben Pia Mankertz, Anacia Wilkinson sowie Hannah Pakulat auch Mirja Beckmann und Janina Schinkel aufgeboten. „Ich habe mir viele Gedanken gemacht, zumal die Konkurrenz groß ist“, erklärte Greve, warum er zunächst auf Leonie Rosemeyer, Toshua Leavitt und auch Andrea Baden verzichtet hatte. Die vom Erstligisten SV Halle gekommene Schinkel, die den Spielaufbau übernahm, stand erstmals von Beginn an auf dem Feld. „Natürlich freut man sich darüber, aber ich denke nicht so in Spielzeiten. Jede hat es bei uns verdient“, betonte die 22-Jährige und hob die „sehr geile“ Teamleistung hervor: „Offensiv haben wir richtig schön den Ball geteilt, sodass jede scoren konnte. Und es war wichtig zu zeigen, dass wir einen hohen Sieg holen können, nachdem wir im letzten Spiel den Flow nicht hatten.“ Über eine gute Defense sei das Team ins Spiel gekommen. Das sah auch Greve so: „Wir haben mit hoher Intensität verteidigt.“ Wenngleich ihm die Trefferquoten im Zweierbereich (29 Prozent zur Halbzeit, 31 Prozent am Ende) nicht gefielen.

Mannschaftsfoto für den eigenen Socia-Media-Auftritt: Nach einem Sieg mittlerweile Standard.

Abgesehen von einem kleinen Hänger nach der 8:2-Führung ließen die Hurricanes Jena jedoch nicht ernsthaft heran, die Amerikanerin Sydney Kopp hatte einen spürbar schweren Stand. Zudem zahlte sich die Einwechslung von Leavitt und Rosemeyer im Laufe des ersten Viertels in Form von Dreiern aus: Während der US-Guard sechs von zehn Versuchen aus der Distanz im Korb unterbrachte, war Rosemeyer bei vier von fünf Versuchen erfolgreich. Die Gäste aus Thüringen hatten neben der Niederlage den Ausfall von Lilly Feistkorn kurz nach der Pause zu beklagen. Greve nutzte derweil die Chance, um in den letzten Minuten seine vier Jüngsten – Sophie von Ass, Muska Saidi, Michelle Schischkov und Melda Tölle – gemeinsam aufs Feld zu schicken.

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