Talente im Fokus

Avides Hurricanes – der Name bleibt

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„Absoult denkbar“ ist, dass der Bosnier Mahir Solo auch künftig die Damen der Avides Hurricanes in der zweiten Liga coacht.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Die Enttäuschung über den Abstieg ist noch ganz präsent, doch die ersten Pflöcke für die Zukunft sind bereits eingeschlagen. Und die Basketballerinnen der Avides Hurricanes werden auch in der zweiten Liga ihren Namen behalten, auf den sie seit 2011 hören.

Wie Utz Bührmann verriet, bleibt der Haupt- und Namenssponsor, die Avides Media AG aus Hemsbünde, an Bord. „Das gibt uns Sicherheit“, atmet das Vorstandsmitglied für Finanzen durch. Nun geht es darum, ein runderneuertes Team mit vielen Eigengewächsen zusammenzustellen.

Doch wer wird die Damen künftig trainieren? Wie geht es mit Mahir Solo weiter? Nachdem auch der 28-jährige Bosnier den Abstieg nach seinem Amtsantritt Mitte Januar nicht verhindern konnte und es unter ihm bisher sechs Niederlagen in sechs Spielen gab, stellt sich diese Frage von allein. Der hauptamtliche Coach besitzt bei den Hurricanes einen Vertrag bis 2019. Ursprünglich war er hauptsächlich für den männlichen Bereich verpflichtet worden. Und so sagt er: „Für mich ist nicht entscheidend, ob ich als Headcoach der Damen oder in der Jugend arbeite. Ich mache das, wo ich dem Club am besten helfe.“

Innerhalb des Vorstandes gibt es eine Tendenz pro Solo für die Damen. „Eine Konstellation wie jetzt ist absolut denkbar“, erklärt Bührmann und meint damit auch eine Verlängerung des im Sommer auslaufenden Vertrags mit Tomas Holesovsky. Der Tscheche kümmert sich nach seinem Aus bei den Damen speziell um den Nachwuchs und soll Trainer eines künftigen weiblichen U 18-Bundesliga-Teams werden. „Er macht sehr gute Jugendarbeit, wir wollen ihn weiter beschäftigen“, betont Bührmann.

Jugend als Fundament

Die Jugend soll auch das Fundament sein, auf dem die Hurricanes in der zweiten Liga verstärkt bauen wollen. „Die Abschaffung der Deutschenregelung hat uns sehr wehgetan. Wir haben es mit fünf Profis versucht – eine Entwicklung, die wir eigentlich nie wollten“, gesteht Bührmann. Nun wird das Rad der Zeit zurückgedreht. Das bedeutet: „Wir planen nur mit zwei Amerikanerinnen – einer klassischen Aufbauspielerin und einer Centerin, denn wir wollen einen guten Mittelfeldplatz erreichen und perspektivisch in zwei, drei Jahren wieder in der ersten Liga sein.“ Aus den Profis des bestehenden Kaders dürfte höchstens Tabytha Wampler eine Option sein.

Vor allem aber setzen die Hurricanes auf erfolgreiche Gespräche mit Kapitänin Pia Mankertz sowie den schon etwas erfahreneren Eigengewächsen Hannah Pakulat, Andrea Baden und Birte Riebesell. „Und wir wollen mindestens zehn deutsche Talente in dieses Team integrieren und so noch deutlicher und nachhaltiger unsere Vorstellungen von regionaler Jugendförderung umsetzen“, verdeutlicht Bührmann.

Unterhaus deutlich günstiger

Auch finanziell bietet das günstigere Unterhaus die Möglichkeit zum Durchschnaufen. „Wir tun uns schwer, vom Geld mitzuhalten. Rein wirtschaftlich ist es vielleicht auch besser, mal wieder zweite Liga zu spielen, denn die Anforderungen werden immer höher“, sagt das Vorstandsmitglied. Neben Lotto Niedersachsen steigt übrigens auch die Elsdorfer Molkerei nach zwei Jahren aus dem Pool der Hauptsponsoren aus. 

Ansonsten sind „die Rückmeldungen durchweg positiv“. Das heißt, die regionalen Sponsoren – neben Avides sind das die Stadtwerke, die Sparkassen Rotenburg-Bremervörde und Scheeßel, WB&P, Wahlers Forsttechnik und die EWE – bleiben an Bord. „Bis Ende März sollen dann auch alle Personalentscheidungen feststehen und unser Jugendkonzept mit WNBL und 2. DBBL realisiert werden“, lautet Bührmanns Zeitplan.

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