Avides Hurricanes empfangen Wasserburg / Wernthaler weiß um die Heimstärke

„Keiner rechnet mit uns“

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Coach Christian Greve ist sich der Schwere der anstehenden Aufgabe bewusst. Seine Erstliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes haben morgen Abend den bisher ungeschlagenen TSV Wasserburg im zweiten Play-off-Halbfinalspiel zu Gast.

Rotenburg - Wenn es eine Wettquote gäbe, wäre diese wahrscheinlich übermäßig hoch. Die Erstliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes gehen schließlich als krasser Außenseiter ins zweite Playoff-Halbfinalspiel gegen den in dieser Saison bislang ungeschlagenen Titelverteidiger TSV Wasserburg.

Daher würde wahrscheinlich kaum jemand auch nur einen Euro auf die Mannschaft von Coach Christian Greve setzen. Tip-off ist bereits morgen Abend um 19.30 Uhr in der Rotenburger Pestalozzihalle.

„Keiner rechnet mit uns. Somit haben wir auch nichts zu verlieren und können befreit aufspielen. Wir können nur positiv überraschen“, weiß auch Greve selbst um die geringe Chance des Weiterkommens. Personell sieht es bei den Gastgeberinnen aber gut aus. Nur Clara Schwartz trainierte aufgrund einer Knieverletzung nicht mit. Zudem will Greve seinen Kader durch die Nachwuchskräfte ergänzen. „Wer das genau ist, entscheide ich kurzfristig.“

Im Hinspiel hatte sein Team zwar die ersten 30 Minuten klar dominiert und die Wasserburgerinnen nicht zur Entfaltung kommen lassen, doch im zweiten Durchgang legte der amtierende Meister eine deutliche Schippe drauf und drehte den Spieß noch um. Am Ende hieß es 71:100 aus Sicht der Hurricanes. „Das ist das Leistungsmerkmal von Wasserburg. Auch, wenn es zunächst nicht so läuft, schlägt die Mannschaft zurück“, sagt der 39-Jährige.

Trotz des David-gegen-Goliath-Vergleichs nehmen die Hurricanes die Partie sehr ernst und haben sich akribisch auf das Duell vorbereitet. „Natürlich wollen wir Wasserburg so lange wie möglich ärgern. Dafür muss bei uns aber alles passen. Es gilt, die erste Halbzeit zu wiederholen“, erklärt der Coach.

Sein Pendant Bastian Wernthaler, der heute mit seinen Mädels per Flugzeug anreist und in Unterstedt übernachtet, sieht das Rückspiel nicht als Selbstläufer an. Die Hurricanes dürfe man nicht unterschätzen. „Das Team hat sich bei uns sehr gut präsentiert. In Rotenburg haben die Spielerinnen den Heimvorteil. Dort muss sich meine Mannschaft noch einmal beweisen. Das wird keine leichte Aufgabe“, so der Trainer.

ml

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