Außenverteidiger des RSV spielt in Oldenburg stark auf / „Knipser fehlt“

Kiel kurbelt mit voller Kraft

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Er kann es auch auf Kunstrasen: Andy Kiel zeigte beim Auftritt seines Rotenburger SV beim VfL Oldenburg, was einen guten Außenverteidiger auszeichnet.

Rotenburg - Mit Außenverteidigern ist das beim Fußball ja so eine Sache. Jede Mannschaft braucht welche. Nur: Die Anzahl derer, die in die Lage sind, die komplexen Anforderungen dieser Position fachgerecht umzusetzen, ist meistens arg begrenzt. Umso glücklicher dürften die Oberliga-Fußballer des Rotenburger SV sein, einen Andy Kiel in ihren Reihen zu wissen. Denn am 25-Jährigen lag es sicherlich nicht, dass das Team eine 1:2-Niederlage im Kellerduell beim VfL Oldenburg kassierte.

Es dauerte nur wenige Minuten, ehe es sich Oldenburgs Trainer Ulf Kliche anders überlegt hatte. Seinen Plan, Nermin Becovic über die rechte Seite des RSV stürmen zu lassen, warf er schnell über den Haufen. Becovic wechselte die Position mit Maik Nirwing. Für ihn war die Partie wiederum bereits zur Halbzeit beendet, mit Jonas Siegert folgte Kiels Gegenspieler Nummer drei. „Natürlich bekomme ich das mit, wenn die Gegenspieler so häufig wechseln. Aber eigentlich ist es mir auch egal, gegen wen ich spiele“, kommentierte Kiel die Wechselspielchen.

Großen Spaß dürften seine Gegenspieler jedenfalls nicht gehabt haben, denn Kiel machte genau das, was einen guten Außenverteidiger auszeichnet: Hinten stand er sicher und zweikampfstark, im Vorwärtsgang kurbelte er das Spiel mit voller Kraft an und setzte immer wieder Akzente. „Es war sicherlich eines meiner besten Saisonspiele. Allerdings haben wir als Team auch gut verschoben. Gerade das Zusammenspiel mit Kevin Klützke passt, da stimmen die Automatismen“, analysierte Kiel.

Umso ärgerlicher, dass es mal wieder nicht zu einem Erfolgserlebnis reichte. „Bis zum gegnerischen Strafraum haben wir gut kombiniert, aber dann fehlte das letzte Quäntchen“, fand Kiel. „Im Moment fehlt uns ein Knipser, der einfach mal einen reinmacht, so wie Björn Mickelat in der vergangenen Saison.“ Große Hoffnungen setzt der Speditionskaufmann auf Neuzugang Bekim Murati, der im kommenden Spiel gegen den SC Spelle-Venhaus erstmalig spielberechtigt sein wird: „Was er im Training zeigt, ist saustark.“

Und vielleicht wird Murati dann auch von Vorlagen Kiels profitieren, denn den manchmal anstrengenden Weg nach vorne scheut der Rotenburger nicht, im Gegenteil: „Das mache ich gerne, zu Saisonbeginn habe ich ja auch schon mal eine Position weiter vorne gespielt. Hauptsache, es ist die linke Seite, das habe ich schon in der Jugend gelernt. Aber die Entscheidung trifft natürlich der Trainer.“

Nach einer Leistung wie in Oldenburg wird Kiel allerdings wohl noch eine ganze Weile als Linksverteidiger auflaufen – ganz egal, wie viele Spieler denn nun im RSV-Kader für diese Aufgabe infrage kämen.

lka

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