Rotenburg verpasst Sprung auf den Aufstiegsplatz

Ausrutscher trotz Miseres Rückkehr

Glücklich sieht anders aus: Coach Nils Muche (l.) und sein Co-Trainer Maik Hoops verfolgten eine 24:28-Schlappe in Beckdorf.

Rotenburg - Es war nicht die Woche der Verbandsliga-Handballer des TuS Rotenburg! Zunächst wurde ihr Einspruch gegen die Umwertung des Langen-Spiels vom Verbandssportgericht abgeschmettert, dann gab es am Samstag statt des Sprungs auf Platz zwei auch noch eine überraschende 24:28 (10:13)-Niederlage beim Tabellen-zwölften SV Beckdorf II. Durch die überflüssige Niederlage sind die Chancen auf den Aufstiegsplatz zwar noch weiterhin gegeben, aber dennoch stark gesunken.

Rotenburgs Trainer Nils Muche bemängelte, dass sein Team in der entscheidenden Phase der Partie beim Stande von 22:22 (50.) nicht die nötige Ruhe und Cleverness besessen hatte, um die angepeilten zwei Punkte zu holen. „Der Wille und Kampf meiner Mannschaft war zwar über das ganze Spiel zu sehen, aber dennoch war es eine verdiente Niederlage gegen einen überraschend starken Gegner“, stellte Muche nach dem Abpfiff fest.

Die Gastgeber hatten alles aufgeboten, was möglich war, denn die Oberligamannschaft hatte schon am Vorabend gespielt, wodurch die Reserve von oben verstärkt werden konnte. Die Rotenburger mussten dagegen auf Torhüter Yannick Kelm (angeschlagen) und Mittelmann Fabian Knappik (privat verhindert) verzichten. Dafür war etwas überraschend Lukas Misere nach seiner Bänderverletzung schon wieder dabei. Er avancierte mit sieben Treffern auch prompt zum erfolgreichsten Rotenburger Torschützen.

Die Gäste kam sehr gut aus den Startlöchern und gingen mit 4:0 in Führung. Danach kamen die Gastgeber aber besser ins Spiel, weil schon in dieser frühen Phase bei den Gästen die letzte Konsequenz im Angriff fehlte und der Gegner das ausnutze. Die Beckdorfer holten dadurch Tor um Tor auf und glichen nicht nur zum 6:6 aus, sondern ging bis zur Halbzeit über ein 10:6 mit 13:10 in Führung. „Wir haben unsere Chancen oft sehr gut herausgespielt, sind dann aber am starken Beckdorfer Keeper oder an unserer Wurfschwäche gescheitert“, bedauerte Co-Trainer Maik Hoops.

In der zweiten Halbzeit war es ein ähnliches Bild. Die Rotenburger Abwehr mit einem guten Denis Jäger, der volle 60 Minuten das Tor hütete, stand solide, doch wurden vorne die klaren Chancen nicht verwertet. Mit einer offensiven Deckung gelang dennoch der Ausgleich zum 22:22 (50.). Alles schien noch gut zu werden, doch in der Schlussphase wurden erneut zu viele Möglichkeiten nicht genutzt, sodass es eine 24:28-Niederlage gab.

Mit 27:15 Punkten bleibt der TuS Rotenburg drei Spieltage vor Saisonende auf Platz drei und ist trotz der Niederlage weiterhin in Reichweite zum zweiten Tabellenplatz. „Wir sehen von Spiel zu Spiel und sind nach der bisher tollen Saison nicht enttäuscht, wenn es nicht mit Platz zwei klapp“, versichert Maik Hoops.

jho

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