Erdmann fliegt

RSV II kämpft sich zum 3:2 in Stemmen

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Etwas eher am Ball: Rotenburgs Jewgenij Teichreb (r.) behauptet das Spielgerät vor Stemmens Tobias Lehmann.

Stemmen - Von Vincent Wuttke. Kurz vor Schluss hatte die Delegation des spielfreien Kreisliga-Spitzenreiters TV Sottrum genug und verließ den Sportplatz des TV Stemmen. Dabei hatte die Fußball-Partie der Schwarz-Gelben gegen Sottrums Meisterschaftskonkurrenten Rotenburger SV II beim 2:3 (0:1) noch einiges zu bieten.

Erst bekam Rotenburgs Daniel Reuter nach einem deutlichen Foul von Stemmens neuem Schlussmann Nico Hüttmann keinen Elfmeter (90.). „Klare Sache. Sonst schieße ich den Ball doch ins leere Tor“, fand der Nachwuchsstürmer. Stattdessen keimte bei den Hausherren Hoffnung auf, denn Martin Illinger verkürzte (90.+1). 

Mehr sprang für die Hausherren aber nicht heraus. „Wir können uns nicht viel vorwerfen – außer die ersten 20 Minuten“, meinte Stemmens Co-Trainer Tobias Paape, der den abwesenden Coach Nils-Ole Beckmann an der Seitenlinie vertrat.

Dabei war die RSV-Zweite namhaft besetzt und freute sich über die Landesliga-Aushilfen Timo Kanigowski, Oliver Dittmer, Michel Müller und Atilla Iscan. Der abstiegsbedrohte Gastgeber war in der Anfangsphase noch im Winterschlaf. Der RSV nutzte das aus. Nach einer Ecke von Jewgenij Teichreb köpfte Patrick Werna aus drei Metern ein (13.). Der starke Rückhalt Hüttmann – im Winter vom TuS Elsdorf zurückgekommen – hatte keine Chance.

Erstmals auf Rasen gespielt

„Da sagt man vor dem Spiel, dass wir richtig heiß sein wollen am Anfang – und dann das“, bedauerte Paape. Allerdings kämpfte sich seine Elf in die Partie. Die zunächst sichtbaren spielerischen Vorteile des RSV waren immer weniger zu erkennen. „Wir haben das erste Mal auf richtigem Rasen in diesem Jahr gespielt. Na klar hat man das gesehen. Kämpferisch hat es mir aber sehr gut gefallen“, erklärte Rotenburgs Coach Christoph Drewes.

Vor der Pause ließ seine Mannschaft nur eine Chance von Hannes Bellmann zu (37.), nach dem Seitenwechsel war zunächst Stemmen am Drücker. Bellmann glich aus kurzer Distanz aus (49.). Quasi im Gegenzug erzielte Iscan wieder die Gästeführung (51.). Die Partie blieb ausgeglichen, die Distanz zwischen den Teams in der Tabelle wurde kaum deutlich. Und das, obwohl Stemmens Simon Erdmann für ein harmloses Handspiel im Mittelfeld mit Gelb-Rot vom Platz flog (70.). 

„Das  war zu hart“, gestand selbst Drewes. Seine Elf erhöhte nach einem langen Pass von Dittmer auf den eingewechselten Hauke Riebesehl zum 3:1 (76.). Doch Stemmen blieb dran und kam durch Lehmann (78.), Bellmann (81./86.) und Douglas Grun (83.) noch vor dem Anschlusstor zu besten Chancen. „Wir haben gut gespielt. Nur müssen wir auch mal Punkte mitnehmen“, dachte Paape daran, dass sein Team wieder auf einen direkten Abstiegsplatz abgerutscht ist.

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