Aber was passiert, wenn die Hurricanes in den Play-offs weiter gewinnen?

Der Aufstieg ist kein Thema

Kurz nach dem Coup: Die Hurricanes bejubeln ihren Play-off-Einzug. Ein Aufstieg kommt wohl nicht infrage. Foto: Freese

Scheeßel - Von Matthias Freese. Erfolg macht beliebt, Erfolg kurbelt auch den Verkauf von Merchandising-Produkten an. So stand Schatzmeister Utz Bührmann nach dem Sieg gegen den SV Halle höchstpersönlich am Verkaufsstand im Foyer, um T-Shirts der Avides Hurricanes an die Fans zu bringen. Die Play-off-Teilnahme, die die Zweitliga-Basketballerinnen nach einer überragenden Rückserie durch das 93:89 nach Verlängerung abgesichert hatten, dürfte die Verantwortlichen aber auch ein wenig in die Zwickmühle bringen. Was, wenn das Team seinen Lauf fortsetzt und sich sportlich nun sogar für das Oberhaus qualifiziert?

Bisher hatten sich die Hurricanes mit diesem Thema null beschäftigt – zu unrealistisch. Doch nach einem verkorksten Saisonstart mit nur drei Siegen aus den ersten neun Spielen stiegen sie allen Verletzungssorgen zum Trotz zur erfolgreichsten Mannschaft der zweiten Saisonhälfte empor und erlaubten sich in den letzten elf Spielen nur noch eine Niederlage bei den Bergischen Löwen. Rund 4 000 Euro an Mehrkosten bedeutet das Erreichen der Play-offs, so Bührmanns vorsichtige Schätzung. „Aber das ist es uns wert.“

Die Mannschaft ist gewillt, es beim Halbfinale nicht zu belassen. „Auf jeden Fall“, bestätigte Jugendnationalspielerin Lotta Stach die Vermutung, dass ihr Team nun auch die Panthers Osnabrück in den Spielen am 31. März, 5. April in Scheeßel und womöglich am 7. April aus dem Weg räumen will. Mitte Februar war das mit 77:62 ja bereits gelungen.

Doch beim Thema Aufstieg ist Utz Bührmann Realist – aus wirtschaftlichen Gründen. „Mit 80 000 Euro mehr habe ich auch einen Plan B“, teilte er schmunzelnd nach dem Spiel mit und untermauerte damit, dass er sich nicht ernsthaft mit einer Rückkehr in die Beletage nach zweijähriger Abwesenheit beschäftigt. „Ich denke, das ist finanziell momentan nicht machbar. Dann müssten wir wieder zwei, drei weitere Ausländerinnen kaufen – und jede kostet uns ungefähr 25 000 Euro pro Saison, in der ersten Liga eher mehr. Und noch hat mir keiner zugeflüstert: Geiles Spiel, steigt auf und ich gebe euch das Geld.“ Bührmann, von Haus aus Finanzbeamter, hält sich da lieber an die Grundsätze eines ehrbaren Kaufmannes und gibt nur das aus, was auch zur Verfügung steht. Heißt: Bei einem sportlichen Aufstieg würde der Verein vermutlich verzichten. Zudem weiß er, dass „wir mit der jetzigen Mannschaft nicht in der ersten Liga bestehen könnten.“ Das ist allein eine Frage der Quantität, in Anbetracht dessen, dass sich die Hurricanes derzeit nur noch mit sechs festen Kräften plus der eingesprungenen Birte Riebesell durch die Partien kämpfen.

Melda Tölle hatte sich im Sommer das Kreuzband gerissen, Celine Schröders Comeback scheiterte an der gleichen Verletzung und Nike Fortmann verabschiedete sich aus zeitlichen Gründen noch im vergangenen Jahr aus dem Kader. Aktuell stehen die drei Bänderverletzten Hannah Pakulat, Andrea Baden und Tuba Poyraz nicht zur Verfügung. Umso bemerkenswerter, dass die Play-offs noch Realität geworden sind.

„Das Team ist zu einer Einheit geworden“, weiß Bührmann, dass Coach Christian Greve großen Anteil daran hat. „Er bleibt uns als Trainer erhalten – ich hoffe langfristig“, sagt das Vorstandsmitglied. Die Gespräche mit den Spielerinnen laufen. Bührmann ist guter Dinge: „Bei unseren deutschen Spielerinnen gehe ich davon aus, dass sie weitermachen. Und dann hoffen wir natürlich, dass wir unsere beiden Amerikanerinnen (Alecia Cooley und Kama Griffitts, Anm. d. Red.) überzeugen können, hier zu bleiben.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Soldaten bekämpfen Flammen im brasilianischen Regenwald

Soldaten bekämpfen Flammen im brasilianischen Regenwald

Frühschoppen und Luftgitarrenwettbewerb im Remmerzelt

Frühschoppen und Luftgitarrenwettbewerb im Remmerzelt

Barnstorfer Ballon-Fahrer-Festival - Teil 2

Barnstorfer Ballon-Fahrer-Festival - Teil 2

Kreisschützenfest in Nordkampen

Kreisschützenfest in Nordkampen

Meistgelesene Artikel

Visselhövede feiert Keeper Kregel

Visselhövede feiert Keeper Kregel

Guter Tipp von gutem Freund

Guter Tipp von gutem Freund

Kube behält gleich doppelt die Nerven

Kube behält gleich doppelt die Nerven

Streitbare Kicker

Streitbare Kicker

Kommentare