Aufsteiger Stemmen stellt sich „zu dusselig“ an / Illinger mit dem Ausgleich

4:1 – Delventhal und Edel versüßen Sztorc’ Premiere

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Das ist der zwischenzeitliche Ausgleich: Stemmens Martin Illinger setzt sich gegen Dominik Reuter (l.) sowie Jewgenij Teichreb durch und schiebt den Ball an Keeper Sebastian Lauridsen vorbei – am Ende triumphierte aber die RSV-Reserve mit 4:1.

Rotenburg - Von Matthis Freese. Tatsächlich, es war ein breites Grinsen, was im Gesicht von Dariusz Sztorc, dem sonst so ernsthaft wirkenden Polen, zu erkennen war. „Geiler Einstand“, gratulierte auch Mittelfeldspieler Waldemar Ott nach dem Abpfiff, denn dem neuen Coach des Rotenburger SV II gelang bei seinem Debüt eine Rarität: Der Fußball-Bezirksligist startete mit einem Sieg in die Saison – mit einem überzeugenden 4:1 (2:1)-Heimerfolg im Derby gegen den Aufsteiger TV Stemmen.

„Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir in dieser Liga das erste Spiel mal gewonnen hätten“, meinte auch der Ex-Libero und jetzige Coach: „Glückwunsch an die Mannschaft, die auch bei den Temperaturen nicht eingebrochen ist.“

Aus einer mit zunehmender Spieldauer immer sicherer werdenden Viererkette gelang es der RSV-Reserve, tödliche Konter zu setzen. „Zu dusselig“, grantelte Stemmens Coach Heiko Schreiber ob der Fehlpässe des Liganeulings, der zum Auftakt noch zu blauäugig agierte und prompt eine Lehrstunde in Sachen Bezirksliga-Reife erhielt. „Wir sind noch nicht clever genug, außerdem stimmte die Einstellung nicht“, kritisierte auch Jaime Wink aus dem Stemmer Trainer-Trio.

In der ersten Halbzeit schien es noch so, als würden die Gäste einigermaßen mithalten können. Vor allem offensiv strahlten sie durch Hannes Bellmann und Martin Illinger durchaus Gefahr aus. „Das war die Nervosität“, rechtfertigte Sztorc die anfänglichen Unsicherheiten im jungen Abwehrzentrum mit Lasse Müller und Dominik Reuter. So gelang Illinger auch der zwischenzeitliche Ausgleich, weil Reuter und Jewgenij Teichreb einen Schritt zu spät kamen (33.). Zwölf Minuten zuvor hatte sich Tobias Delventhal dynamisch und flink über die linke Seite durchgesetzt und für den RSV-Torschützen Andrej Edel quergelegt.

Erster

Spitzenreiter

Mit Rotenburgs überfallartigen Angriffen kamen die Schwarz-Gelben auch fortan nicht klar. Das 2:1 bereitete Waldemar Ott ebenfalls über die linke Seite vor, während Kay Slominski sich noch einmal drehte, um einzuschießen (41.). Und auch beim 3:1 offenbarte sich das größte Stemmer Problem am gestrigen Tag. Steilgeschickt von Slominski schüttelte der stark aufgelegte Delventhal auf der rechten Seite Verfolger Steffen Brunckhorst ab. Das dritte Stürmer-Tor an diesem Tag gelang abermals Andrej Edel nach einem Zuspiel von Delventhal.

Stemmen kam nur noch selten gefährlich nach vorne – und wenn, war RSV-Keeper Sebastian Lauridsen zur Stelle – wie etwa mit einem Kopfball vor dem eigenen Strafraum (81.). Darüberhinaus gefiel im defensiven Mittelfeld auch Youngster Maximilian Schuppe in seinem ersten Herren-Pflichtspiel als umsichtiger Sechser.

„Wir stehen relativ sicher, die Räume sind zu und die Jungs haben auch super umgeschaltet“, lobte Sztorc den souveränen Auftritt, der prompt zusätzlich in der Tabelle belohnt wurde: Zusammen mit dem FC Hambergen ist die RSV-Reserve erster Spitzenreiter der noch jungen Saison.

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