Kritik an Jahrgangsteams / Talente wechseln

Auch RSV leidet unter der Reform

Jonas Pröhl

Kreis-Rotenburg - Von Matthias FreeseROTENBURG · Die Einführung von Jahrgangsmannschaften sorgt bei vielen Fußball-Clubs, speziell bei kleinen Vereinen, für Unmut. Doch auch der Rotenburger SV leidet unter der Reform im Jugendbereich. Besonders fatal ist es für die ehemalige A-Jugend, die jetzt als U 19 startet – und zwar nur noch in der Bezirksliga, weil es eine Landesliga (den Nachfolger der Bezirksoberliga) in dieser Altersklasse nicht mehr gibt.

In vier Jahrgängen – von der U 15 bis zur U 18 – wird künftig zwar in Landesligen als höchster Klasse des Bezirks gespielt, doch in der U 19 wurde das „Verbindungsstück“ zwischen Bezirksliga und Niedersachsenliga gekappt. Was heißt: Im Prinzip war die letzte Saison nur eine Farce – der RSV hätte sich im angeblichen Abstiegskampf gar nicht so reinhängen müssen.

Ralph Reinhardt, Jugendleiter des RSV, spricht vom „Fluch der Jahrgangsmannschaften“, wenn er an die vom Bezirk so stiefmütterlich behandelte U 19 denkt: „Ich habe die Jahrgangsmannschaften eigentlich als Chance gesehen, aber wie man es umgesetzt hat, das betrachte ich als kritisch. Da hatten die Vereine keine Möglichkeit, Einfluss zu nehmen.“ Reinhardt befürchtet, dass der Leistungsgedanke in der U 19 abhanden kommt und fragt: „Welche Argumente habe ich gegenüber den guten Spielern?“ Die jüngsten Erfahrungen scheinen ihm Recht zu geben. Mit Simon Kirsch entschloss sich einer der Leistungsträger zum Wechsel in die höhere Klasse – zum Niedersachsenligisten FC Verden 04. Und auch der aus der B-Jugend hochkommende Jonas Pröhl wechselt zum neuen Juniorenförderverein A/O/Heeslingen, wo er mit der U 18 in der Landesliga spielt. Der neue JFV scheint ohnehin der große Nutznießer zu sein, schließlich kann der Club durchgehend alle Landesligen besetzen – viele Talente folgten deshalb bereits seinem Ruf.

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