Im Sommer ist der JFV Rotenburg Geschichte / „Zum RSV gehen“

Auch Fortuna kündigt

Auch der SV Fortuna Rotenburg hat sich dazu entschlossen, den JFV Rotenburg zu verlassen. Foto: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Das Ende des JFV Rotenburg ist endgültig besiegelt. Nach dem Rotenburger SV (wir berichteten) hat am Montagabend mit dem SV Fortuna Rotenburg auch der zweite Stammverein auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung den Ausstieg aus dem zur Förderung des Jugendfußballs gegründeten Verein beschlossen. Von neun anwesenden Mitgliedern stimmten fünf dem Antrag zu, den Vertrag mit dem 2014 gegründeten JFV Rotenburg zum 15. Februar zu kündigen. Es gab vier Enthaltungen. Nach dieser Saison werden die Teams unter dem Namen des Rotenburger SV gemeldet.

Fortuna Rotenburg plant außerdem, auf seiner Jahreshauptversammlung im März, die Fußballabteilung aufzulösen, wie der Vorsitzende Harald Meyer erklärt: „Wir werden Fußball nicht mehr anbieten. Wir können es uns nicht mehr leisten, deshalb unterstützen wir die Zielrichtung, dass unsere Fußballer zum RSV gehen.“ Der JFV Rotenburg hat jährlich mit einem mittleren fünfstelligen Etat kalkuliert. „Für unseren Verein ist das eine enorme Belastung. Vor Gründung des JFV haben wir 5 000 Euro in den Jugendfußball gesteckt, seitdem war es jedes Jahr fast das Dreifache“, verdeutlicht Meyer. Er erwähnt vor allem seinen stellvertretenden Vorsitzenden Peter Meyer, der auch beim JFV Rotenburg in der Jugendleitung gewirkt hat: „Wenn er sich nicht so eingesetzt hätte, wäre der JFV schon längst eingegangen.“

Die nächsten Schritte

Nach der Kündigung des Kooperationsvertrages durch beide Stammvereine muss sich der JFV Rotenburg bei einer einzuberufenen Mitgliederversammlung auflösen – mit einer Frist von drei Monaten zum 30. Juni, dem Ende der Saison. Anschließend wird alles dem Rotenburger SV übergeben. Diesem müssen die bei Fortuna gemeldeten Kicker beitreten, wenn sie weiter in einer der Mannschaften spielen wollen. Der RSV meldet wiederum die Teams beim Fußball-Bezirk und -Kreis. „Auch alle Pässe müssen umgeschrieben werden“, verweist Peter Meyer auf einen großen bürokratischen Aufwand. Immerhin geht es um rund 300 Dokumente. Natürlich gebe es nach wie vor Kritiker, „es wird auch mit Argusaugen geschaut, wie der RSV das organisiert“, weiß Meyer. Er selbst werde sich dort einbinden „und die Kinder begleiten“ – dann als RSV-Mitglied.

Fortunas Zukunft

Aktuell hat Fortuna Rotenburg 265 Mitglieder, darunter befinden sich rund 110 Fußballer. „Unsere Fußball-Mitglieder können in den anderen Abteilungen unseres Vereins trainieren, ansonsten empfehlen wir ihnen, in den RSV zu gehen. Wir als Fortuna spezialisieren uns auf Badminton, Street Workout und auf Sambo“, spricht Meyer von starken Zuläufen. Und der 81-jährige Vorsitzende betont: „Der Verein Fortuna wird nicht eingehen.“

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