2:2 in Visselhövede

Atris schubst sich raus: Unterstedt Neuzugang sieht Rot

Zweikampf zwischen zwei ehemaligen Teamkollegen: Im Sommer wechselte Außenverteidiger Ogur Beslenmis (r.) aus Unterstedt nach Visselhövede. In dieser Szene fehlt ihm gegen Tobias Delventhal etwas die Orientierung. - Foto: Wuttke
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Zweikampf zwischen zwei ehemaligen Teamkollegen: Im Sommer wechselte Außenverteidiger Ogur Beslenmis (r.) aus Unterstedt nach Visselhövede. In dieser Szene fehlt ihm gegen Tobias Delventhal etwas die Orientierung.

Visselhövede - Von Vincent Wuttke. Die Stimmung war aufgeheizt. Das war in der Schlussphase bei allen Zweikämpfen zu merken. An ihrem Siedepunkt war die Atmosphäre in der erste Minute der Nachspielzeit angekommen.

Nach einem Zweikampf zwischen Marcel Fischer vom gastgebenden VfL Visselhövede und Nisar Atris von der SG Unterstedt kam es dann beim 2:2 (0:2) in der Fußball-Kreisliga vor den rund 170 Zuschauern zu einer Rudelbildung mit anschließendem Platzverweis gegen den Unterstedter.

Nachdem Fischer das Trikot seines Gegenübers nicht losließ, schubsten und zerrten die beiden intensiv miteinander. Atris bekam dafür die Rote Karte vom sehr guten Schiedsrichter Julian Nuxoll (Rotenburger SV), während Fischer unbestraft blieb. „Er hat mich geschubst und ich ihn. Nur er hat sich dann direkt ins Gesicht gefasst. Er hatte sich eben vor mir aufgebaut und da ist es schwer, ruhig wegzugehen“, erklärte Atris sein misslungenes Comeback bei der SG Unterstedt. Er war im Sommer vom Landesligisten TSV Ottersberg zu seinem Heimatverein zurückgekehrt. Sein Torwart Phillip Krüger fand: „Wenn, müssen beide mit Rot runter.“

Frust bei den Gästen

Bei den hochambitionierten Gästen überwog ohnehin nach dem Abpfiff der Frust. „Wir waren disziplinlos und hatten im Mittelfeld viel zu viele Ballverluste“, gestand Coach Fabian Knappik. Visselhövedes Neuzugang Drilon Demaku – kam auch vom TSV Ottersberg – war der „Stimmungskiller“. 

Der kleine Spielmacher – alles andere als ein Kopfballungeheuer – sprang in der 48. Minute alle Unterstedter nach einer Ecke. „Man hätte davon ein Video machen und es als perfekten Kopfball zeigen können“, fand „Vissels“ Coach Jörg Beese. In der 81. Minute gelang Demaku das zweite Kunststück mit einem trockenen Schuss aus 20 Metern. Es war das 2:2.

Nach der ersten Halbzeit schien der Sieger bereits festzustehen. Bei den Hausherren lief es genau so weiter wie beim 0:5 im Kreispokal beim TV Stemmen in der vergangenen Woche. In der Defensive bot der Aufsteiger große Lücken. Tobias Delventhal (6.) und Lukas Tohoff (41.) nutzten diese zur 2:0-Führung aus. „Da haben wir uns zu Beginn komplett rausgebracht“, meinte Beese.

Hausherren machen Dampf

Doch sein Team fand immer besser ins Spiel. Unterstedts Innenverteidiger Christopher Hesse rettete gleich zwei Mal auf der Linie, sein Nebenmann Simon Willenbrock ein Mal. Zuvor hatten Demaku (18./28.) und Mariusz Szymanski (46.) Keeper Krüger mit ihren Flachschüssen bereits überwunden. 

Vor allem nach dem Seitenwechsel machten die Hausherren mehr Dampf. „In der ersten Halbzeit waren wir zu hektisch. In der zweiten Hälfte haben die Jungs gesehen, was möglich ist“, so Beese. Und Visselhövedes Fußball-Boss Claas Bargfrede fand nach dem rasanten Duell: „Das war ein sehr gehobenes Niveau.“

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