RSV-Reserve lässt SV Ippensen beim 1:4 keine Chance / Sonderlob für Dyck und Reuter

Arnavutoglus glänzender Auftritt

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So sehen Sieger aus: Aziz Arnavutoglu (v.l.), Lasse Müller, Kay Slominski, Tim Potratz und Andrej Edel bejubeln das zwischenzeitliche 3:1. Ippensens Coach Tomas Meyer (hinten, l.) sieht dagegen alles andere als glücklich aus. ·

Rotenburg - Von Mareike LudwigDie Körperhaltung sagte alles: Mit verschränkten Armen und finsterer Miene lehnte Tomas Meyer nach dem Schlusspfiff geknickt an der Werbebande. „Das Ergebnis spricht eine deutliche Sprache“, waren die einzigen Worte, die ihm nach der Partie zu entlocken waren. Kein Wunder: Schließlich verlor der Scheeßeler mit seinen Bezirksliga-Fußballern des SV Ippensen im Kreis-Derby beim Rotenburger SV II deutlich mit 1:4 (1:1).

Bei den Gastgebern standen überraschend Tobias Dyck als linker Manndecker und als Sechser Dominik Reuter erstmals in der Startelf. Die zwei 18-Jährigen rechtfertigten ihren Einsatz mit einer kämpferisch überzeugenden Leistung. „Die beiden haben wirklich stark gespielt“, freute sich RSV-Coach Joachim Kroll. Und auch sonst war der Trainer voll des Lobes: „Wir haben endlich mal richtig Fußball gespielt. Wir haben fast keine Torraumszenen zugelassen, der Sieg geht auch in der Höhe in Ordnung.“

Von Beginn an sahen die Zuschauer – von denen kurioserweise der Großteil Gäste-Anhänger waren – einen gut eingestellten RSV II. In der Anfangsphase hatten Aziz Arnavutoglu (12.) und Waldemar Ott (17.) aber Pech, dass ihre Schüsse das gegnerische Gehäuse knapp verfehlten. Es dauerte bis zur 30. Minute, ehe Ippensen das erste Mal einen Torschuss abgab. Der Kopfball von Sebastian Klindworth segelte jedoch über den Kasten des sicheren Keepers Jonas Keusen.

Kurz darauf zeigte Arnavutoglu sein Können und traf zum 1:0 (35.). Patrick Werna (37.) und erneut Arnavutoglu (40.) hatten sogar das 2:0 auf dem Fuß. Auf der anderen Seite kamen die Gäste mit ihrer zweiten Chance zum schmeichelhaften 1:1 – Sebastian Klindworth versenkte seinen 20-Meter-Freistoß unhaltbar. „Das Gegentor ist der einzige Schönheitsfleck. Ansonsten habe ich nichts auszusetzen“, meinte Kroll strahlend.

Nach dem Wechsel das gleiche Bild: Der Wümme-Club hatte nach wie vor die Partie im Griff und ließ die Gäste nicht zur Entfaltung kommen. Die Belohnung folgte in der 59. Minute, als Otts Freistoß aus knapp 30 Metern ins Tor segelte – 2:1. Bei Ippensen hatte es den Anschein, dass sich nur Sebastian Klindworth gegen die drohende Niederlage stemmte, denn nur der Angreifer tauchte vor Keusen auf. Für Rotenburgs Keeper waren die Schüsse jedoch kein Problem (75./77.).

Kurz vor Schluss kam dann der große Auftritt von Arnavutoglu. Zunächst hatte sich der Rotenburger perfekt auf der rechte Seite durchgesetzt und den Ball für Kay Slominski zum 3:1 aufgelegt (88.), ehe er in der Nachspielzeit selbst noch mal jubeln durfte: Der eingewechselte Andrej Edel hatte sich auf der rechten Bahn durchgetankt und mustergültig auf Arnavutoglu gespielt – 4:1 (90.+3). „Aziz hat ein klasse Spiel abgeliefert“, lobte Kroll.

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