Brite triumphiert in Mulmshorn / Clubfahrer Beishuizen hinter Malek Dritter / „Schwerer Kurs“

Appleton hat Appetit auf ersten Sieg

So sah es meistens aus: Andrew Appleton (vorne) fuhr der Konkurrenz in Mulmshorn in fünf von sechs Durchgängen davon. - Fotos: Freese
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So sah es meistens aus: Andrew Appleton (vorne) fuhr der Konkurrenz in Mulmshorn in fünf von sechs Durchgängen davon.

Mulmshorn - Von Matthias Freese. Ungewöhnliche Klänge drangen aus den zahlreichen Lautsprechern auf dem Wümmering. Statt deutscher Nationalhymne – wie so häufig in der Vergangenheit – wurde „God Save the Queen“ gespielt. Schließlich hatte kein heimischer Crack die Klasse der internationalen Solisten beim 44. Sandbahnrennen des MSC Mulmshorn dominiert, sondern der Brite Andrew Appleton. Der Vorjahresvierte feierte einen Tag vor seinem 36. Geburtstag mit 28 Punkten seinen ersten Sieg auf dieser Bahn. Platz zwei ging an den Tschechen Martin Malek (24) vor dem für den MSC Mulmshorn fahrenden Niederländer Mark Beishuizen (23).

„Das ist ein sehr schwerer Kurs“, urteilte Appleton noch vor seinem vorletzten Lauf über die 750 Meter lange Bahn in Mulmshorn. „Das ist schon ziemlich harte Arbeit.“ Zumal jeder der 500-Kubikmeter-Piloten sechs statt wie sonst fünf Läufe zu absolvieren hatte. Ein Finallauf entfiel dafür, denn die Veranstalter hatten darauf verzichtet, das kleine, achtköpfige Feld weiter aufzufüllen.

Glückwünsche nahm Andrew Appleton (l.) noch auf der Bahn und während des Ausrollens von Youngster Mika Meijer entgegen.

Dennoch gab es noch eine kurzfristige Änderung, nachdem der Niederländer Jarno de Vries hatte absagen müssen. „Unser Fahrer Mark Beishuizen hat dann seinen Kumpel angerufen“, berichtete Mulmshorns Vorsitzender und Rennleiter Andre Haltermann. Der Ersatz hieß Mika Meijer, saß letzte Saison noch beim Nachwuchs und in der B-Klasse auf dem Bock und zeigte einen beherzten Auftritt, der mit Gesamtplatz vier belohnt wurde.

Weniger gut lief es für Marcel Sebastian, dem zweiten Novizen im Feld und Deutschen Meister der B-Lizenz. Der Bünder sprach nach einem ärgerlichen technischen Defekt im ersten Lauf noch davon, „Eier in der Hose“ gehabt zu haben, musste am Ende aber mit null Punkten die Heimreise antreten und verzichtete sogar auf den letzten Lauf.

Mark Beishuizen sorgte für Ersatz und wurde Dritter.

Vor dem vorletzten Durchgang schien Appleton derweil die Sache bereits geklärt zu haben. Vier Siege, maximale 20 Punkte bis dato – klare Angelegenheit also. Dann jedoch wurde der Brite nur Dritter, während Beishuizen sich noch von Malek abfangen ließ. Der Holländer hatte damit bereits seinen sechsten Lauf absolviert, ihm blieb in den abschließenden drei Runden nur die Zuschauerolle. Malek hätte wiederum ganz nach vorn rauschen können, doch Appleton ließ sich seinen Appetit auf den Sieg nicht mehr nehmen, führte vom Start weg und gewann vor dem Tschechen.

Etliche Zuschauer hatten das Ende gar nicht mehr mitbekommen – schließlich lief zu dem Zeitpunkt bereits das Fußball-Länderspiel Deutschland gegen Mexiko. Eine Verzögerung gleich zu Beginn und häufigere Bahndienste als gewöhnlich waren dafür verantwortlich. Eine genaue Zuschauerzahl vermochte der MSC Mulmshorn noch nicht zu vermelden, es dürften aber geschätzte 600 bis 700 Besucher gewesen sein. Vermutlich zu wenig, um nicht wieder zubuttern zu müssen.

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