Hurricanes-Vorstand handelt (noch) nicht

Erstliga-Basketballerinnen sind angeschlagen

Die Kanadierin Laura Dally verletzte sich im Training am Rücken – ihr Einsatz gegen den Herner TC ist damit äußerst fraglich. Keine optimalen Voraussetzungen gegen den Tabellenführer. - Foto: Freese

Scheeßel - Krankenhaus statt Sporthalle: Die Kanadierin Laura Dally musste am Donnerstagvormittag die Trainingseinheit abbrechen, um sich mit starken Rückenschmerzen wegen einer Blockade der Muskulatur in Behandlung zu begeben. Es passt so ein wenig zur aktuellen Situation bei den Avides Hurricanes – die Erstliga-Basketballerinnen sind angeschlagen, personell wie sportlich.

Erst ein Sieg aus drei Spielen und nicht zu übersehende Defenseprobleme lassen die Hoffnungen auf einen Erfolg im Heimspiel am Samstag (18.30 Uhr, Pestalozzihalle Rotenburg) auf ein Minimum sinken. Nach dem 75:90 am Montag beim SV Halle klingelte es bei Utz Bührmann mehrfach. „Uns haben gleich mehrere Agenten angerufen, die das gesehen haben“, berichtet der Vorstand Finanzen davon, dass ihm so einige Spielerinnen angeboten wurden. Auch innerhalb des Vereins war die Frage aufgetaucht, ob Handlungsbedarf besteht. 

„Sicher lief es bisher nicht optimal. Wir haben uns aber dagegen entschieden. Wir werden kurzfristig nichts tun und wollen keine Unruhe reinbringen“, erklärt Bührmann. „Wir vertrauen erst mal unseren Mädels, die sind noch jung und unerfahren. Sie müssen sich noch an die Liga gewöhnen. Es muss sich zwar etwas tun, aber das können die Spielerinnen selbst durch individuelles Training machen, indem sie sich verbessern. Wir werden jetzt zwei Wochen schauen, wie sie sich entwickeln und hoffen, dass jede bei ihrer Ehre gepackt ist.“

Tomas Holesovsky trägt diese Entscheidung mit: „Ich sehe das genauso. Wir stehen noch am Anfang der Saison, da müssen die Rookies noch erst verstehen, wie das in der Bundesliga läuft“, meint der Hurricanes-Coach. „Uns fehlt die Stabilität über 40 Minuten.“ Vor allem in der Defense, vor allem unter dem Brett.

Eigentlich war es auch der Plan des Trainers, genau dort anzusetzen und darauf den Trainingsschwerpunkt zu legen. Nur: Mit Laura Rahn und der Finnin Minna Sten, eigentlich als Center Nummer eins eingeplant, fehlten ausgerechnet zwei entscheidende Figuren, da sie die Grippe erwischt hatte. „Das ist natürlich nicht optimal, ohne die richtige Größe können wir das Spiel unterm Korb nicht trainieren“, so Holesovsky.

Keine guten Aussichten also für die Partie gegen Spitzenreiter Herne. Und die Gegner werden in den darauffolgenden Wochen nicht einfacher – es folgt die Auswärtsreise zum Tabellenzweiten TV Saarlouis, das Heimspiel gegen den Deutschen Meister TSV Wasserburg und die Begegnung beim Tabellensechsten BC Marburg. „In den nächsten drei Spielen erwartet keiner etwas von uns. Wenn wir nur eines davon gewinnen, wäre es toll“, sagt Laura Rahn. „Wir sollten diese Spiele nutzen, um uns auf die vorzubereiten, die wir gewinnen müssen.“ Wie etwa das Heimspiel gegen die ChemCats Chemnitz Anfang November.

Ob die Hurricanes aber bis dahin abwarten können, um sich die Mannschaft entwickeln zu lassen, sei dahingestellt. Gegen Herne wäre Coach Holesovsky schon froh, „wenn wir nicht wieder in einem Viertel das ganze Spiel verlieren würden, sondern den Abstand nie groß werden lassen könnten“. Immerhin plant er mit dem Saisondebüt von Hannah Pakulat, die ihre Bauchmuskelzerrung auskuriert hat.

In der vorherigen Saison hielten die Hurricanes übrigens recht gut mit. Das Heimspiel gegen Herne wurde in der Overtime sogar mit 67:64 gewonnen. Doch litt das Team damals auch nicht unter Defenseproblemen.

maf

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