RSV schielt nach Ottersberg / „Schnurzpiepegal, wenn wir nicht gewinnen“

Die Angst vor der Absprache

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Einsatz ungewiss, Zukunft ungewiss: Hinter Axel France stehen mehrere Fragezeichen. 

Rotenburg - Mit einem Auge geht der Blick zum Nachbarn von der Wümme. Was macht der TSV Ottersberg am letzten Spieltag der Fußball-Oberliga gegen den VfL Oldenburg?

Beiden Teams reicht schließlich ein Remis, um in der Liga zu bleiben – dann würde der Rotenburger SV auch im Falle eines Heimsieges gegen den VfL Bückeburg (Sonntag, 15 Uhr) auf dem viertletzten Rang festhängen. Und der ist nach aktuellem Stand ein Abstiegsplatz.

Christoph Drewes, Abwehrspieler des RSV, glaubt nicht an einen „Nichtangriffspakt“ und eine Absprache zwischen Ottersberg und Oldenburg. „Man hat als Spieler doch einen gewissen Ehrgeiz. Ich denke nicht, dass die sich gegenseitig die Hand reichen.“ Auch Mitspieler Kevin Klützke hofft, „dass die sich die Bälle nicht hin- und herschieben“. Doch was sich vielleicht im Unterbewusstsein abspielt, weiß keiner. Dessen ist sich auch Benjamin Duray bewusst. Der RSV-Coach sagt aber auch: „Ich glaube schon, dass Ottersberg nächste Saison lieber ein Derby gegen uns hat. Außerdem möchte sich doch niemand vorwerfen lassen, dass man das Spiel abgesprochen hätte.“

Bevor der RSV aber zum Platz des Wümme-Rivalen schielen kann, muss er selbst erstmal seine Hausaufgaben machen. „Wenn wir nicht gewinnen, ist es eh schnurzpiepegal, wie die anderen spielen“, betont Duray, der weiter um den Einsatz der angeschlagenen Tobias Kirschke und Axel France bangt. Mert Gündar, Yannik Malende und Sercan Durmaz stehen nicht zur Verfügung, allerdings hat Jan Fitschen seine Gelb-Rot-Sperre abgebrummt.

„Es wäre schön, wenn wir es packen. Das wäre schon eine Sensation“, findet Kevin Klützke. Ob möglicherweise auch der viertletzte Rang zum Klassenerhalt reicht, stellt sich vermutlich erst nach dem Spiel heraus. Während der Liga-Rivale 1. SC Göttingen 05 die Nachfrist nutzte und inzwischen die Lizenz für die Oberliga erhalten hat, wurde die Entscheidung in Sachen des Regionalliga-Zwangsabsteigers SV Wilhelmshaven vertagt. Wie der Niedersächsische Fußball-Verband mitteilte, sind noch abschließende Fragen zu klären. Am Wochenende fällt die Zulassungskommission das Urteil, ob die Jadestädter zur Oberliga zugelassen werden. Wenn das der Fall ist, muss der Tabellen-13. darauf hoffen, dass der Oberliga-Vizemeister über die Aufstiegsrunde noch hochgeht. · maf

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