Angelique Gaulke ist nicht nur Torfrau des TuS Rotenburg, sondern gehört im Mounted Games zu Deutschlands Besten

Die Nimmersatte

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Angelique Gaulke gehört im Mounted-Games-Reitsport zu Deutschlands Elite.

Hemsbünde - Von Jürgen Honebein. Sie ist das bestes Beispiel dafür, dass man auch in zwei völlig verschiedenen Sportarten erfolgreich sein kann. Im Mounted Games gehört sie sogar deutschlandweit zu den Top Ten und im Handballtor des TuS Rotenburg ist sie auf Landesebene Spitze. Die Rede ist von der Hemsbündenerin Angelique Gaulke.

Die in einer Rechtsanwaltskanzlei in Verden arbeitende Gaulke hat bereits im Alter von vier Jahren mit dem Reiten begonnen. „Ich hatte damals zu Hause ein Pflegepony zu betreuen und bin so zum Reitsport und später auch beim RV Kirchwalsede zum Mounted Games, gekommen“, erinnert sich die 22-Jährige zurück. Inzwischen zählt Gaulke im Mounted Games, einer Reitsportart, bei der verschiedene Geschicklichkeitsprüfungen gemeistert werden müssen, zu einer festen Größe in Deutschland. Platz sieben (Jahr 2014) und zwölf (2015) bei der Deutschen Einzelmeisterschaft ist der beste Beweis dafür. Errungen hat sie die Platzierungen mit ihrem eigenen Pferd, dem zehnjährigen „Tinker Mix“ mit Namen Billy, den sie auch selbst ausgebildet hat. „Beim Mounted Games muss das Pferd besonders wendig sein und blitzschnell auf die Hilfen des Reiters reagieren. Das macht mein Billy“, freut sie sich. Besonders stolz ist Gaulke auch darauf, dass sich alle drei Jugendmannschaften, die sie beim RV Kirchwalsede trainiert, 2015 für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert hatten.

Mit dem Handballsport hat Gaulke erst spät im Alter von 16 Jahren beim TuS Brokel begonnen. „Dort wurde dringend eine Torfrau gesucht und ich habe es einfach einmal ausprobiert“, erinnert sie sich zurück. Und das mit so großem Erfolg, dass sie inzwischen seit vier Jahren beim Nachbarn TuS Rotenburg spielt und dort zur absoluten Leistungsträgerin im Tor avancierte. Höhepunkt war in der vergangenen Saison der Aufstieg in die Landesliga. „Sie gehört inzwischen zu den besten Torfrauen auf Landesebene“, lobt ihr Handballtrainer Jens Miesner.

Der Handballsport macht Gaulke so viel Spaß, dass sie auf Anhieb gar nicht sagen kann, welche Sportart ihr besser gefällt. „Wir haben in Rotenburg einen tollen Zusammenhalt im Team. Und das auch in der vergangenen Saison, als wir sofort aus der Landesliga wieder abgestiegen sind und kaum ein Spiel gewonnen hatten. Ich will mich da nicht festlegen. Auf jeden Fall werde ich auch weiterhin Handball spielen“, verspricht Gaulke. Besonders im Handball sieht die 22-Jährige noch Potenzial nach oben: „Ich muss unbedingt meine langen Pässe in den Angriff verbessern. Die sind wirklich grausam“, ist sie selbstkritisch.

Vorbilder im Handballtor hat sie keine, dafür aber im Mounted Games: „Ich bin ein großer Fan vom Weltmeister Widukind Moormann. Wie er unsere Sportart auf spektakuläre Weise präsentiert ist einfach nur super“, schwärmt sie. Für das Jahr 2016 wünscht sich Gaulke viele Erfolge in beiden Sportarten: „Im Mounted Games möchte ich im Einzel bei der DM unter die Top Ten kommen und im Handball auf jeden Fall den Klassenerhalt in der Landesklasse schaffen. Und ganz wichtig: natürlich gesund bleiben.“

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