Startnummer 1

Angela Boczek (TuS Rotenburg, Triathlon)

Angela Boczek darf sich Weltmeisterin nennen.

Rotenburg - Um ihre Erfolge aufzulisten, bedarf es eines großen Zettels. Angela Boczek stand bei nationalen und internationalen Titelkämpfen gleich elf Mal auf dem Podest. Bei den Europameisterschaften in Italien und bei der WM in Rumänien sicherte sich die Ausdauerathletin des TuS Rotenburg im Wintertriathlon sogar jeweils Gold in ihrer Altersklasse W 55 - und das, obwohl sie zuvor noch nie an solch einem Wettbewerb teilgenommen hatte.

„Das Jahr lief echt gut, ich hatte tolle Erfolge“, blickt die 57-Jährige zurück. Zudem darf sich Boczek auch Europameisterin im Cross-Triathlon nennen. In der gleichen Disziplin erreichte sie zudem den Vizeweltmeistertitel im dänischen Fyn. „Der Platz war hart erkämpft - mit Quallen im Wasser und Kletterseilen auf der Laufstrecke. Meine beiden Söhne waren auch mit am Start. An dem Tag war ich daher natürlich mit viel Adrenalin unterwegs“, erinnert sich Boczek. In Dänemark startete die Ärztin zudem erstmals bei der WM im Aquathlon (1000 Meter Schwimmen und fünf Kilometer Laufen) und belegte den fünften Platz.

Ihr Erfolgsrezept für all die starken Ergebnisse erklärt Boczek mit der „vierten Disziplin“ - den einzelnen Wechseln. „Das kann ich extrem schnell.“ Also Schuhe anziehen, nicht abtrocknen und auf das Rad springen. Doch auch harte Trainingsarbeit gehört selbstverständlich dazu. Da ist es als vierfache Mutter nicht so einfach, alles unter einen Hut zu bekommen, schließlich leitet Boczek zusammen mit einem Kollegen noch eine HNO-Praxis. „Mit etwas Struktur zum einem und Improvisation zum anderen klappt alles aber ganz gut. In der Praxis brauche ich meinen Kopf und volle Konzentration sowie viel Feinmotorik. Da ist der Sport ein toller Ausgleich“, so die ehrgeizige Rotenburgerin, die sich Mitte Oktober einen Bruch des Oberarmes zugezogen hatte und daher momentan noch Trainingsdefizite hat: „Die Verletzung wirft mich total zurück. Ich habe immer noch Schmerzen, gerade beim Schwimmen. Aber Augen zu und durch.“

Und wer Boczek kennt, weiß, dass die Triathletin trotz ihrer zahlreichen Titelgewinne noch nicht „satt“ ist. In ihrem Terminkalender sind alle großen Wettkämpfe für dieses Jahr bereits notiert. „Ich bin halt mit dem Triathlon-Virus infiziert“, sagt sie lachend.  

ml

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