Kreisliga-Interview

Wulff: „Anfangs hatte ich Zweifel“

Maximilian Wulff steht vor einem Gebüsch, über dem ein Schild mit dem Logo des TV Stemmen hängt.
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Keeper Maximilian Wulff erfährt große Wertschätzung vom Team des TV Stemmen.

Stemmens Maximilian Wulff spricht im Kreisliga-Interview der Woche unter anderem auch über seinen Vier-Klassen-Sprung aus der 4. Kreisklasse.

Stemmen – Das traut sich vermutlich nicht jeder Fußballer direkt zu. Maximilian Wulff ist von der Drittvertretung des SV Schwitschen aus der 4. Kreisklasse in die Kreisliga zum TV Stemmen gewechselt und spielt dort nach den Abgängen von Jannis Steenbock (Bartelsdorfer SV) und Helge Witt (Altherren) in seiner ersten Saison direkt als Stammtorwart. So wird der 26-Jährige auch am Sonntag (15 Uhr) wieder im Heimspiel gegen den MTV Hesedorf im Tor stehen. Zuvor spricht er im Kreisliga-Interview unter anderem über seinen Schritt zum Team von Trainer Heiko Meyer.

Herr Wulff, Ihr letztes Engagement war beim SV Schwitschen III. Wie kam es zum Wechsel nach Stemmen?

Das ist eigentlich eine ganz witzige Geschichte. Ich bin wegen meiner Freundin und aus beruflichen Gründen umgezogen. Dann habe ich in meiner neuen Nachbarschaft Kontakte aufgebaut und habe dabei Heiko Ceglarek (ehem. Leistungsträger des TV Stemmen, Anm. d. Redaktion) kennengelernt. Wir haben uns dann über Fußball unterhalten, wie das eben so ist abends bei einem Bier. Und dann hat er gefragt, ob ich nicht wieder spielen will. Dann meinte ich: ,Ja, aber ich weiß noch nicht wo.‘ Deshalb hat er mir dann Woche für Woche den TV Stemmen immer schmackhafter gemacht. Da war aber noch nicht klar, ob ich auf dem Feld oder im Tor stehen werde – beziehungsweise ob in der ersten oder zweiten Mannschaft. Als ich gesehen habe, dass sie aber einen Torwart suchen, habe ich den Verein direkt kontaktiert, gefragt, wie es mit dem Training ausschaut und im Mai bin ich dann direkt hin. Heiko (Meyer, Trainer des TV Stemmen, Anm. d. Redaktion) hat mir dann nach ein, zwei Einheiten das Vertrauen geschenkt und ich bekomme auch total den Rückhalt von den Jungs.

Haben Sie sich den Sprung aus der 4. Kreisklasse in die Kreisliga zugetraut?

Anfangs hatte ich Zweifel und habe mir gedacht, okay, nicht, dass du es verkackst. Ich habe auch nicht groß auf den Putz gehauen. Ich habe gesagt, dass ich es probiere. Ich nehme die Herausforderung an. Das war mein Ziel, als ich mir klar war, dass ich wechsele. Mit 26 Jahren möchte ich noch einmal erfolgreicheren Fußball spielen. In Schwitschen hätte ich das auch gerne gemacht, habe das Vertrauen aber nicht bekommen.

Haben Sie weitere Unterstützung erhalten?

Ich habe jetzt seit drei, vier Wochen einen Torwarttrainer, der mit mir dienstags individuell trainiert. Das ist Jan-Peter Meyer vom Vahlder SV. Er nimmt sich die Zeit, obwohl er einen landwirtschaftlichen Betrieb hat und selbst als Trainer in Vahlde aktiv ist. Er kommt nach Stemmen, macht mit mir Torwarttraining und peitscht mich eben so ein bisschen. Das hat man die letzten Spiele auch gemerkt, dass daher auch vieles kommt.

Das ist ihr persönlicher Erfolg. Was aber macht den ihres Teams aus?

Ich kenne die Jungs zwar noch nicht so lange, aber erst einmal ist es vom Charakter her eine top Truppe. Ich war sofort willkommen. Klar hatte der ein oder andere mal seine Zweifel und hat gesagt: ,Oh, da kommt ein Torwart aus der 4. Kreisklasse‘ oder ,Ich hätte am Anfang nicht gedacht, dass es mal was wird‘. Aber allgemein habe ich immer meinen Rückhalt bekommen, charakterlich passt das. Es sind alle sehr ehrgeizig, die Trainingsbeteiligung und die Stimmung in der Mannschaft sind top. Kein Gemecker. Kein Gezicke. Auf dem Platz ist die Mannschaft ruhig. Das habe ich auch an meiner Persönlichkeit gemerkt. Sonst war ich früher eher ein hitziger Spieler, aber in Stemmen bin ich jetzt die Ruhe weg. Und wir nehmen keinen Gegner in der Kreisliga auf die leichte Schippe.

Aktuell sind sie noch ungeschlagen. Wird diese Serie gegen Hesedorf weiterhin bestehen?

Wir wollen vernünftigen Fußball spielen und dadurch punkten. Wir rufen das auf dem Platz ab, was wir uns im Training erarbeiten. Das ist das Wichtigste. Man will ja auch nicht über das Ziel hinausschießen. Das ist weiterhin der Klassenerhalt. Dass es so gut läuft, damit haben andere vielleicht nicht gerechnet. Die Saison ist noch nicht vorbei. Wir haben erst drei Spiele gespielt und es ist noch vieles möglich. Ob es nach unten, ob es nach oben ist, das sieht man noch. Aber jetzt vom Titelkampf zu sprechen, wäre zu früh. Es sind 16 gute Mannschaften, die zurecht in der Kreisliga sind.

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