Neuzugang des Rotenburger SV über Teamgeist und den Oberliga-Aufstieg

Andresen: „Herausforderungen kitzeln“

Luca Andresen (l.) wechselt zum Rotenburger SV. Beim TSV Ottersberg hat er unter anderem mit dem Drilon Demaku (inzwischen VfL Visselhövede) zusammen gespielt. 
Foto: maf
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Luca Andresen (l.) wechselt zum Rotenburger SV. Beim TSV Ottersberg hat er unter anderem mit dem Drilon Demaku (inzwischen VfL Visselhövede) zusammen gespielt. Foto: maf

Rotenburg – „Wenn er nicht zu uns gewechselt wäre, hätte er privat mein neuer Kumpel werden müssen“, sagt Tim Ebersbach und lacht. Der Trainer des Rotenburger SV ist von Neuzugang Luca Andresen ziemlich angetan und vollends überzeugt – spielerisch, aber vor allem menschlich. Der 21-jährige Defensivspieler kommt vom TSV Otterstedt (Kreisliga Verden), hat aber bereits Landesliga-Erfahrung mit dem TSV Ottersberg gesammelt. Im Interview nennt der 1,94-Meter-Mann die Gründe für seinen Wechsel und bewertet die Chancen seines neuen Vereins nach dem Aufstieg in die Fußball-Oberliga.

Herr Andresen, wie ist der Kontakt zum Rotenburger SV zustande gekommen?

Co-Trainer Christoph Drewes, den ich noch aus meiner Zeit beim TSV Ottersberg kenne, versucht schon seit knapp zwei Jahren, mich nach Rotenburg zu holen. Für mich war der Wechsel damals aber kein Thema. Das hat sich nun geändert.

Wieso?

Eigentlich war es mein Plan, in Amsterdam zu studieren. Das hat leider nicht geklappt. Inzwischen studiere ich International Business in Hamburg. Die Wege nach Rotenburg sind also kürzer.

Klingt so, als sei es gar nicht der Aufstieg in die Oberliga gewesen, der für Ihren Wechsel ausschlaggebend war ...

Das stimmt. Es war eher der Zeitpunkt, der für mich jetzt einfach gepasst hat. Ich hab mich unheimlich geschmeichelt gefühlt, als die Anfrage kam. Schließlich „gammele“ ich seit einem Jahr in der Kreisliga rum (lacht), da ist es nicht selbstverständlich, dass ein Oberliga-Team Interesse hat. Generell hat der Rotenburger SV auf mich einen super sympathischen Eindruck gemacht. Das Gespräch mit Ebbe (Anm. d. Red, Trainer Tim Ebersbach) lief total auf Augenhöhe ab. Das kannte ich so noch nicht.

Sie hatten zuletzt immer mal wieder mit Verletztungen zu kämpfen ... Sind Sie denn aktuell hundertprozentig fit?

Ja, ich fühle mich auf jeden Fall fit und bin für die Saison, wann immer diese auch startet, total optimistisch, dass alles gut geht.

Wie schätzen Sie denn Ihre Chancen ein, sich in der neuen Mannschaft durchzusetzen?

Ich habe voll Bock darauf, mich in den Konkurrenzkampf zu werfen. Zu verlieren habe ich ja nichts. Außerdem: Auch wenn ich nicht spielen sollte, bin ich ja trotzdem immer dabei. Eine Mannschaft besteht ja nicht nur aus den elf Spielern auf dem Feld. Auch von der Bank aus kann man immer mithelfen. Das macht ein gutes Team ja erst aus.

Wie bewerten Sie denn die Chance, dass der RSV am 27. Juni, also nach dem außerordentlichen Verbandstag des NFV, seinen Aufstieg feiern darf?

Ich gehe zu 100 Prozent davon aus, dass wie erwartet entschieden wird. Es ist in meinen Augen für alle Vereine die fairste Lösung.

Ist der Rotenburger SV denn bereit, in der Oberliga mitzuhalten?

Das kommt ganz auf den internen Spirit an. Wenn wir genügend Kampfgeist an den Tag legen und viel investieren, ist für uns in Sachen Klassenerhalt sicherlich alles drin. Herausforderungen kitzeln. Es wäre doch viel langweiliger, in eine Saison zu starten und genau zu wissen, dass man Meister wird.

Von Lea Oetjen

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