82:86 im Pokal-Hit

„Amis“ küssen die Hurricanes wach

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Eindeutiger Fall von Sichtbehinderung: Nördlingens Linda-Lotta Lehtoranta lässt Emma Stach nicht vorbei. Die junge Hurricanes-Akteurin hatte im ersten Durchgang eine schwache Wurfausbeute, steckte aber nie auf, reboundete stark und traf später wieder. ·

Scheeßel - Von Matthias Freese. Sie schnupperten am Eintrag in die Vereinshistorie, an der ersten Final-Four-Teilnahme überhaupt – doch am Ende mussten die Zweitliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes ihr Überholmanöver abbrechen und dem Erstligisten BG Donau-Ries, der sich hinter dem Pseudonym „Friendsfactory Baskets“ versteckt, den Vortritt lassen.

82:86 (30:48) hieß es im Viertelfinale des DBBL-Pokals. 500 Fans in der ausverkauften Scheeßeler Halle waren dennoch begeistert und feierten die Gastgeberinnen, denen letztlich ein Fehlstart zum Verhängnis wurde.

Exakt 19 Sekunden waren beim 80:83-Rückstand noch zu spielen, als für Janae Young die Partie beendet war. Die Amerikanerin holte sich ihr fünftes Foul ab und trottete gefrustet vom Feld – mit ihr aber auch die Hoffnung auf den nächsten Pokal-Coup, zumal die anschließenden Freiwürfe von der Bulgarin Dimana Georgieva genutzt wurden.

Ausgerechnet Janae Young, die an diesem Tag wohl beste Spielerin auf dem Feld. 30 Punkte hatte sie am Ende erzielt, war die einzig überzeugende Akteurin ihres Teams in der schwachen ersten Halbzeit gewesen und hatte zusammen mit Landsfrau Kierra Mallard nach der Pause dafür gesorgt, dass der Zweitliga-Primus nochmal wachgeküsst wurde. Ein Märchen wurde es aber nicht mehr. Schuld war das erste Viertel (11:28).

Ausblenden wollte und konnte Coach Christian Greve den Katastrophenstart und die 27-Prozent-Quote aus dem Feld in der ersten Hälfte denn auch nicht. „Wir haben den Korb nicht getroffen und waren in der Defense oft zu spät“, wusste er. Kapitänin Pia Mankertz erklärte es mit dem großen Respekt vor dem Gegner aus dem Oberhaus. „Wir waren alle aufgeregt und haben uns auch selbst Druck gemacht, weil wir es unbedingt schaffen wollten.“ Die Damen aus dem bayerischen Nördlingen nutzten das eiskalt aus. Insbesondere der neue Star des Teams, die weißrussische Nationalspielerin Aliaksandra Tarasava, war gleich mehrmals zu schnell für die Verteidigung der Hurricanes. Bereits nach 17 Sekunden hatte sie zum ersten Mal getroffen. Am Ende standen für die Frau mit den flinken Beinen und Händen 21 Zähler und viele gute Pässe – insbesondere im Zusammenspiel mit Georgieva (26 Punkte). „Da war es schon schwierig für uns“, fand Mankertz. Hurricanes-Coach Greve attestierte der Nachfolgerin von Vanessa House im Team der Gäste internationales Format und meinte: „Der Wechsel hat denen sehr gut getan.“

In seinem Team sah es personell indes nicht so gut aus: Kierra Mallard quälte sich mit Fußprobleme durch die Partie und stand auch gar nicht in der Starting Five, während Andrea Baden (umgeknickt) und Hannah Pakulat (Verdacht auf Prellung) gar nicht auflaufen konnten und sich Mittwoch noch genauer untersuchen lassen müssen. Trotzdem verzichtete Greve auf die im Pokal vorhandene Möglichkeit, neben seinen „Amis“ zeitgleich die Österreicherin Kata Takács aufzubieten und beraubte sich damit quasi selbst einer Option. „Ich will trotz so eines Spiels unserem Konzept folgen. In der zweiten Liga dürfen wir auch keine drei Ausländerinnen auf dem Platz haben, und gerade in solchen Spielen sollen auch die Deutschen ran“, erklärte er.

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