Heinsohn mit starken Auftritten

Amazonen dominieren in Sottrum: Berlinerin Freye siegt im S**-Springen

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Anja-Sabrina Heinsohn bejubelt auf Voodoo Fire den Einzug ins dritte Stechen. Sie war stets vorne mit dabei.

Sottrum - Von Jürgen Honebein. Am Ende konnte sich Jessica Freye nur noch selbst schlagen. Als letzte Reiterin ging die 24-jährige Berlinerin von der RSG Alt-Lübars auf Quimerico Chico ins Stechen und überquerte die acht Hindernisse fehlerfrei. Doch die Zeit reichte nicht ganz, um sich zu toppen. So siegte Freye im abschließenden Zwei-Sterne-Springen der Klasse S beim Jubiläumsturnier zum 100-jährigen Bestehen des RV Sottrum mit ihrem ersten Pferd Easy Boy in 38,10 Sekunden vor Saskia Kobe (RC Huntlosen/38,56) auf Graffiti und dem argentinischen Derbysieger Pato Muente (38,92) auf Kavalier. Erfolgsreichste Lokalmatadorin war Anja-Sabrina Heinsohn als Fünfte auf ATC’s Shanghai G (40,59).

Von 19 Startern erreichten zehn Paare das Stechen, Lokalmatadorin Neele Glinz hatte es auf Nico knapp verpasst, weil gleich am ersten Hindernis die Stange gefallen war. Auffällig, dass die Amazonen im Stechen trotzdem in der Überzahl waren und schließlich vier der ersten fünf Plätze belegten. Jessica Freye legte mit Easy Boy auf dem 330 Meter kurzen Parcours im Stechen als zweites Paar gleich die Messlatte. An ihren 38,10 Sekunden bissen sich alle anderen die Zähne aus. Ganz dicht kam Vorjahressieger Boris Kapp auf Sullivan heran (38,11), doch hatte er am vorletzten Hindernis einen Abwurf und wurde so Sechster. Eine starke Leistung bot Anja-Sabrina Heinsohn (RV Sottrum), die sogar beide Pferde ins Stechen brachte und neben Platz fünf auf ATC’s Shanghai G (0/40,59) Platz acht auf dem Vollbruder ATC’s Shantou G (4/39,05) belegte. „Ich bin total zufrieden. Beide Pferde haben eine super Leistung gebracht. Das hat richtig Spaß gemacht“, freute sich die Heeslingerin, die neuerdings für den RV Sottrum reitet.

Barrierenspringen ein echtes Highlight

Erstmals auf dem Sottrumer Turnier gab es eine Barrierenspringprüfung der Klasse S*, die viel Beachtung fand und reichlich Spannung bot. Das Reglement ist mit dem einer Mächtigkeitsspringprüfung zu vergleichen. Hierbei waren im Umlauf und im ersten Stechen sechs Steilsprünge zu überwinden. Ab dem zweiten Stechen waren es nur noch vier in einer Reihe aufgebaute Sprünge, wobei das letzte Hindernis stetig erhöht wurde – im dritten Stechen auf 1,85 Meter! Lediglich Derbysieger Muente überquerte diese Höhe auf dem siebenjährigen Hengst Eldorado Blue. Gemeinsam auf Platz zwei mit einem Abwurf im dritten Stechen kamen Hedda Roggenbuck (RV Aller-Weser) auf Catwick sowie Boris Kapp auf Caju Blue und sein Sottrumer Vereinskollege Nils-Cedrik Stephan auf Carmen. „Es hat viel Spaß gemacht. Die Zuschauer sind so richtig mitgegangen. Ich hoffe, dass es auch nächstes Jahr ein Barrierenspringen gibt“, war Stephan begeistert. Auch Anja-Sabrina Heinsohn hatte mit dem siebenjährigen Hannoveraner Wallach Voodoo Fire das dritte Stechen erreicht, dann aber aus Rücksichtnahme aufs Pferd verzichtet – Platz fünf.

Lokalmatador Boris Kapp wurde auf Sullivan wegen eines Abwurfs Sechster im S**-Springen. Fotos:

Und noch eine dritte schwere Springprüfung stand auf dem Programm. Sieger des Gerd-Rietbrock-Gedächtnispreises war der Morsumer Oliver Ross (RV Aller-Weser/58,41) auf seiner in vielen schweren Springen erprobten zwölfjährigen Stute La sorcíere feu. „Wir haben alles richtig gemacht. Die Stute war sehr aufmerksam, so waren wir nur schwer zu schlagen, obwohl die Konkurrenz groß war“, freute sich Ross, der ) über drei Sekunden schneller war als die zweitplatzierte Jessica Freye auf Quimerico Chico (0/61,71). Mit ihren beiden Pferden ATC’s Shantou G (0/65,76) und ATC’s Shanghai G blieb auch Heinsohn in diesem Springen fehlerfrei, doch reichten ihre Zeiten „nur“ zu Rang acht und zehn.

Neele Glinz war auf Nico im M-Zeitspringen siegreich. Im S**-Springen verpasste sie knapp das Stechen.

In einer Abteilung der Zeitspringprüfung der Klasse M* siegte Neele Glinz vom RV Sottrum auf ihrem zehnjährigen Wallach Nico knapp vor Thomas Miesner (RFRV Scheeßel) auf Paulus P. Einen weiteren Sottrumer Erfolg gab es in der Zwei-Sterne-Springprüfung der Klasse M durch Fabian Stöckmann auf seiner elfjährigen Holsteiner Stute Abby (0/55,69).

Auch die Dressurfreunde kamen auf ihre Kosten. Die Dressurprüfung der Klasse S* war stark besetzt. Es siegte mit 71,434 Prozentpunkten Wolfhard Witte (RuF Hänigsen) auf dem elfjährigen Celler Beschäler Quaterhall vor der kanadischen Olympiateilnehmerin Leonie Bramall (RFV Isernhagen) auf ihrem erst siebenjährigen Oldenburger Wallach Cricket BD (70,349). Nicht in die Platzierung kam die einzige Reiterin aus dem Kreis, Anja Rietbrock vom RV Sottrum, auf ihrem zehnjährigen Hengst Sherlock Holmes A (62,674).

Geschafft: Jessica Freye legte die schnellste Zeit mit Easy Boy hin.

Die Dressurprüfung der Klasse L* auf Kandare gewann mit der Note 8,20 überlegen die junge Carolina Miesner (RFRV Scheeßel) auf dem 13-jährigen Hengst Humpfry-Me vor Jana Pape (RV St. Jürgen) auf Carlos (7,30). Maren Engelken, die zusammen mit Friedel Lossau, Bernd Rubarth und Kristin Ludwig als Turnierleiterin fungierte, resümierte nach den drei Tagen: „Es hat alles super geklappt. Die Plätze waren in einem sehr guten Zustand. Wir haben von den Teilnehmern und Zuschauern durchweg ein positives Feedback erhalten.“ Der gastgebende RV Sottrum war bei seinem Turnier sehr erfolgreich. Schließlich gab es unter anderem Siege und vordere Platzierungen für Neele Glinz, Gabriela Sonntag, Bernd Rubarth, Anja-Sabrina Heinsohn, Fabian Stöckmann, Nils-Cedrik Stephan, Anja Bucklitsch, Jasmin Haupt, Ann-Kathrin Öhler, Tristan Engelken, Ricarda Kube, Anna-Tassia Lüdemann, Anjouli Sharin Schwenk, Mattis Wiese und Nina Reimann.

Ergebnisse

Alle Ergebnisse des Sottrumer Jubiläumsreiturniers stehen im Internet unter: https://live1.turnierauskunft.de/veranstaltung/361924006/

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