Innenverteidiger köpft ins eigene Tor

Altmann ist die tragische Figur beim 0:1 gegen den RSV II

Cedric Neuschwander (r.) grätscht den Ball vor Cem Din weg.
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Gerade noch geklärt: Bothels Außenverteidiger Cedric Neuschwander (r.) spitzelt den Ball vor dem Rotenburger Cem Din weg.

Insgesamt war es ein Spiel mit wenig Chancen zwischen Bothel und dem RSV II, der durch einen „murmeligen Treffer“, wie Coach Michel Müller es beschrieb, gewann.

Rotenburg – In der Schlussphase hatte Alexander Stripling besonders viel Zeit. Der Schlussmann des Fußball-Kreisligisten Rotenburger SV II legte sich seelenruhig den Ball in seinen Strafraum hin, ehe er zum Abstoß anlief. Der Unparteiische Günter Bassen (SV Ippensen) hatte die Lunte der Gastgeber aber sofort gerochen und zeigte dem Keeper folgerichtig die Gelbe Karte wegen Zeitspiels. Aber auch ohne diese kleine Trickserei schafften es die Wümmestädter, den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten und gewannen das Derby gegen den TuS Bothel mit 1:0 (0:0).

Die Szene des Spiels spiegelte die gesamte chancenarme Partie wider. In der 61. Minute lief Bothels Keeper Sascha Denell aus seinem Kasten und rief laut und deutlich „Torwart“. An den Ball kam er jedoch nicht heran. Und da Rotenburgs starker Buba Jabbi trotz des Rufes nicht nachließ und die Botheler Abwehr mächtig unter Druck setzte, köpfte schließlich Innenverteidiger Kevin Altmann – der ansonsten in der Defensive nichts zugelassen hatte – ins eigene, verwaiste Tor ein. „Das war ein murmeliger Treffer. Super, dass Buba weitergelaufen ist und es somit erst zu der Situation kam“, freute sich Rotenburgs Spielertrainer Michel Müller, der sich in der Innenverteidigung über Unterstützung aus der Oberliga-Elf freute – Jannik Niepel sorgte in der Abwehr für Ordnung. „Jannik hat sich selbst bei uns angeboten, da er in der Ersten nicht zum Einsatz gekommen war und somit ,frei‘ ist. Das freut uns natürlich, dass er uns unterstützt hat“, sagte der Coach.

Alles andere als glücklich war wiederum Bothels Trainer Dennis Schlifelner. „Wenn Sascha in der Situation ruft, muss er den Ball natürlich auch haben“, kommentierte er das Eigentor. Und er fügte ehrlich hinzu: „Leider hat uns komplett die Energie gefehlt, wir waren vor dem gegnerischen Tor zu harmlos.“ Dass Schlifelner mit seiner Aussage Recht hatte, zeigt die Statistik. Die Gäste kamen erst nach 58 Minuten zur ersten Ecke. „In der ersten Halbzeit hatten wir es sehr schwer, gegen den Wind zu spielen. Das soll aber keine Entschuldigung sein, denn es war insgesamt viel zu wenig von uns“, erklärte der Botheler Trainer, der kurz vor Schluss sogar fast noch hätte jubeln können. Den gut geschossenen Altmann-Freistoß lenkte Stripling aber noch über die Latte (85.). Zwar wachten die Gäste danach doch noch aus ihrem Tiefschlaf auf und tauchten dank der langen Bälle von Innenverteidiger Christoph Meinke immer wieder vorne auf, doch etwas Zählbares sprang nicht dabei heraus. „Christophs Bälle waren wirklich gekonnt bei uns im Strafraum drin, dadurch sind wir leider noch mal unnötig ins Schwimmen geraten, da wir uns hinten haben reindrängen lassen. Letztlich haben wir aber gewonnen und den Abstand auf Bothel dadurch zum Glück weiter ausgebaut. Das Ziel ist und bleibt der Nicht-Abstieg, wir sind mit unserer jungen Mannschaft weiterhin auf einem guten Weg“, freute sich Müller, der mit seinem Team nun auf dem sechsten Rang vorgerückt ist.

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