Rotenburger SV schnappt sich Innenverteidiger aus U 19-Bundesliga

Althausen – „ein echter Kracher“

Luca Althausen (vorne) hat beim Niendorfer TSV in der U 19-Bundesliga zum Stammpersonal gehört. In der vergangenen Saison machte er 18 Saisonspiele für die Blau-Weißen – wie hier gegen RB Leipzig.  
Foto: Imago-Images
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Luca Althausen (vorne) hat beim Niendorfer TSV in der U 19-Bundesliga zum Stammpersonal gehört. In der vergangenen Saison machte er 18 Saisonspiele für die Blau-Weißen – wie hier gegen RB Leipzig. Foto: Imago-Images

Rotenburg – Er ist jung, ambitioniert und gewillt, sich mit dem Rotenburger SV in der Oberliga zu beweisen. „Er ist einfach ein echter Kracher“, freut sich Coach Tim Ebersbach. Die Rede ist von Luca Althausen, der aus der Jugend des Niendorfer TSV an die Wümme wechselt. Obwohl der Innenverteidiger mit seinen 19 Jahren noch ein echter Youngster ist, hält Ebersbach große Stücke auf ihn – vor allem, mit Blick auf seine bisherige fußballerische Laufbahn. Schließlich spielte der gebürtige Verdener zuletzt zwei Jahre lang in der U 19-Bundesliga Nord/Nordost, schaffte es bei seinen vergangenen Stationen immer zum Stammspieler – „und das natürlich nicht umsonst“, betont der Trainer.

Zuspruch erhält er dabei von Andreas Kurth. Der Sportliche Leiter des RSV-Juniorenbereiches kennt Althausen noch aus seiner Zeit beim JFV A/O/Heeslingen. „Luca ist ein technisch unheimlich versierter Spieler“, weiß Kurth und fügt an: „Außerdem ist er absolut klar im Kopf, hat ein gutes Spielverständnis. Da hat sich das Oberliga-Team echt einen guten Spieler geangelt“, ist er voll des Lobes.

Balance zwischen Abitur und Oberliga

Ähnlich euphorisch wirkt auch Althausen selbst, als er von seinem Wechsel erzählt. Der 19-Jährige macht kein Geheimnis daraus, dass einige andere Vereine bei ihm angefragt haben. So hat er zum Beispiel vor der Corona-Krise ein Probetraining beim Regionalligisten absolviert. Kein Wunder: Schließlich gilt er in der Region als großes Talent und ist auf dem Platz flexibel einsetzbar – als Innen-, aber auch als Außenverteidiger oder eben als Sechser. „Letztlich hat mich der persönliche Anruf von Tim überzeugt. Mir gefällt es, dass er mit jungen Spielern arbeiten will“, begründet er seine Entscheidung zugunsten des Rotenburger SV und zugunsten von Trainer Tim Ebersbach.

Hinzu kommt, dass Althausen in Wahnebergen, also in der Gemeinde Dörverden im Landkreis Verden, lebt. „Da bin ich zum Training also immer nur knapp eine halbe Stunde unterwegs“, erklärt er. Mit Blick auf die nächsten Monate, „in denen der Fokus bei mir auf der Schule liegt“, also ein willkommener Nebeneffekt. Denn: Der beidfüßige Innenverteidiger plant, im nächsten Jahr sein Abitur am Verdener Gymnasium am Wall zu machen.

Das finale Jahr in seiner Schulzeit sei im Übrigen auch ein Grund dafür, warum er sich nicht doch für eine noch höherklassigere Mannschaft entschieden hat. Aber das sei jetzt egal. „Ich bin total zufrieden mit meiner Entscheidung. Der Rotenburger SV hat mich voll überzeugt“, stellt er klar. Er ist optimistisch, sich unter Coach Ebersbach noch weitereinwickeln zu können.

Vergangenheit mit den Friesen-Zwillingen

Vor allem an seinem Antritt und an seiner Torgefahr möchte er an der Wümme arbeiten – sofern die Corona-Krise ein „normales“ Training denn in nächster Zeit wieder zulassen wird. Dann trifft Althausen übrigens auch erstmals auf seine neuen Mannschaftskollegen. Bislang kennt er nur Jan und Max Friesen. Gemeinsam mit den Zwillingen spielte er bereits für den JFV A/O/Heeslingen. Schon damals in der B-Jugend machte sich Althausen einen Namen in der hiesigen Fußballszene, ist bekannt für sein starkes Passspiel und seine Übersicht auf dem Platz. Es sind Eigenschaften, die der angehende Abiturient selbst auch zu seinen Stärken zählen würde – „mein Kopfballspiel aber auch“, fügt er an.

Zusage gilt auch für die Landesliga

So oder so: „Ich freue mich auf die neue Saison“, verkündet Althausen. Seine Zusage für den Rotenburger SV gilt übrigens auch für die Landesliga – also für den Fall, dass beim außerordentlichen Verbandstag des NFV am 27. Juni überraschenderweise entschieden wird, dass es doch keine Aufsteiger nach der Quotientenregelung gibt. „Da stehe ich definitiv zu meinem Wort. Aber ich hoffe natürlich trotzdem, dass wir in der nächsten Saison in der Oberliga spielen werden“, sagt er und lacht.

Von Lea Oetjen

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