Günter Bünning Jarno de Vries beim Sandbahnrennen

Alter Hase gibt Erfahrung an die Zukunft weiter

Günter Bünning (M.) im Einsatz: Am Sonntag wird er Nachwuchsmann Jarno de Vries unter die Arme greifen. Foto: Freese
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Günter Bünning (M.) im Einsatz: Am Sonntag wird er Nachwuchsmann Jarno de Vries unter die Arme greifen.

Scheeßel – Diese Kombination verspricht einiges: Dem einen gehört die Zukunft, der andere ist ein alter Hase und kennt den Scheeßeler Eichenring wohl in etwa so gut wie seine eigene Westentasche. „Ich bin mit dieser Bahn groß geworden“, sagt Günter Bünning. Nicht verwunderlich also, dass der 59-Jährige am Sonntag mit von der Partie ist – wenn auch nicht aktiv –, während sich dort insgesamt 15 Motorsportler beim Sandbahnrennen um noch vier verbleibende Plätze für die Langbahn-Weltmeisterschaft streiten.

Der Scheeßeler wird versuchen, seine Erfahrung mit der Piste unter anderem in seiner Funktion als Mechaniker an den erst 19-jährigen Jarno de Vries weiterzugeben. Der Niederländer feiert seine Eichenring-Premiere. „Wir arbeiten seit Jahresbeginn zusammen, das passt“, bringt der Scheeßeler die Kooperation kurz und knapp auf den Punkt.

Zuvor hatte Bünning erfolgreich mit Lokalmatador Fabien Neid zusammengearbeitet, der seine Bahnsport-Karriere aufgrund eines Sturzes bei einem Rennen in Melsungen, bei dem er sich Brüche des dritten und vierten Lendenwirbels zugezogen hatte, im Februar dieses Jahres beendete. Große Unterschiede zwischen Neid und seinem neuen Schützling sieht Bünning bisher nicht. „Vielleicht ist Fabien ein bisschen sensibler als Jarno, aber sie haben das gleiche Alter und haben den Sport auf die gleiche Weise begonnen und sind damit groß geworden.“

Am Sonntag ist Youngster de Vries zwar nicht allererster Anwärter auf einen der vier begehrten Plätze, doch Bünning traut dem Niederländer durchaus eine Überraschung zu. „Die Chance ist auf jeden Fall da, entscheidend wird aber der Start sein“, weiß Bünning, der vor fünf Jahren bei einem Halbfinallauf zur Europameisterschaft nach 14-jähriger Abstinenz noch einmal ein Renn-Comeback gefeiert hatte. „Die Geschwindigkeit auf der Strecke ist echt nicht ohne“, mahnt der Routinier: „Am Kurveneingang hat man schon 185 Stundenkilometer drauf.“

Wie lange das neuformierte Duo noch zusammenarbeiten will, weiß Bünning nicht, doch ihm ist anzumerken, dass seine Begeisterung für den Sport ungebrochen ist: „Solange es gut läuft, mache ich weiter.“ Und auch de Vries möchte auf seinen rennerfahrenen Mechaniker aus zweierlei Gründen nicht verzichten. „Günter bringt mir unheimlich viel bei, auch während des Rennens. Außerdem ist er immer für einen Spaß zu haben“, gibt er zu Protokoll.

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