Stemmen kocht Unterstedt mit Tempo und Spielfreude ab

Wie in alten Zeiten

Unterstedts Stürmer Tobias Delventhal (M.), mühte sich, doch gegen Stemmens Abwehr mit Marvin Schneider (r.) war kaum ein Durchkommen. - Foto: Freese

Stemmen - Von Matthias Freese. Martin Illinger stand mit seiner Meinung nicht alleine da. „Das war so, wie wir früher gespielt haben“, stellte der Goalgetter des TV Stemmen bester Laune fest. So oder ähnlich war es an diesem Abend aus mehreren Mündern zu vernehmen. Das 3:0 (2:0) im Heimspiel der Fußball-Kreisliga gegen eine lange neben sich stehende SG Unterstedt erinnerte in der Tat an alte Stemmer Zeiten – Spielfreude, Tempo, Torgefahr. Auf den positiven Nebeneffekt wies Mitspieler Steffen Brunckhorst hin: „Jetzt sind wir durch!“ Klassenerhalt eingetütet.

Beim Tabellenvierten aus Unterstedt lagen dafür die Nerven blank. Zumindest bei Keeper Phillip Krüger und Mittelfeldspieler Dogan Örper, die sich nach dem Abpfiff erst mal ordentlich die Meinung geigten. Keine gute Voraussetzung für den anberaumten Mannschaftsabend. Ihre Trainer blieben trotzdem äußerlich gelassen, aber klar in der Analyse: „Wir konnten froh sein, dass wir nicht abgeschossen worden sind. Das hätte auch 8:0 ausgehen können. Stemmen hat gezeigt, wie man in der Kreisliga spielen muss“, bemerkte Fabian Knappik. Sein „Kompagnon“ Uwe Delventhal ergänzte: „Die waren griffig, schnell, aggressiv. Bei uns wurde es erst in der zweiten Halbzeit ein bisschen besser.“

Gegen Stemmens Powerfußball auf höchstem Kreisliga-Niveau fand der Tabellenvierte vor der Pause überhaupt kein Mittel. „Das war unsere beste Halbzeit der Saison. Das war richtig geil, auch hinten haben wir stabil gestanden“, meinte Brunckhorst. „Wir waren gallig, hätten nur schon 4:0 führen müssen.“ So blieb es aber beim 2:0. Erst traf Hannes Bellmann nach Flanke von Hussen Kenj (27.), dann Simon Erdmann sehenswert nach Bellmann-Vorarbeit per Dropkick (31.).

Auch nach dem schnellen 3:0 durch Martin Illinger, bei dem Verteidiger Timo Bahrami über den Ball trat (51.), besaß das Spiel ein extrem hohes Tempo. Unterstedt versuchte in einem zwischenzeitlich recht emotionalen Altkreis-Derby, bei der der sichere Referee Friedrich Lüning (FC Walsede) trotzalledem ohne eine einzige Karte auskam, gegenzuhalten und die Wende zu erzwingen. Allzu viel ließ Stemmen aber nicht zu. Tobias Delventhals Kopfball, den Keeper Helge Witt mit einer Hand noch parierte, blieb die beste Chance zur Ergebniskorrektur.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Antifa-Demo gegen rechte Gewalt zieht durch Syke

Antifa-Demo gegen rechte Gewalt zieht durch Syke

Blutiger Dornfelder: ein Krimi-Rotwein-Paket zum Genießen

Blutiger Dornfelder: ein Krimi-Rotwein-Paket zum Genießen

Trauerfeier für Prinz Philip am kommenden Samstag

Trauerfeier für Prinz Philip am kommenden Samstag

Große Anteilnahme am Tod Prinz Philips

Große Anteilnahme am Tod Prinz Philips

Meistgelesene Artikel

Regionalliga-Aufstieg: Plant auch der Heeslinger SC den rechtlichen Weg?

Regionalliga-Aufstieg: Plant auch der Heeslinger SC den rechtlichen Weg?

Regionalliga-Aufstieg: Plant auch der Heeslinger SC den rechtlichen Weg?
„Kuscheln könnt ihr nachher“ ‒ Erinnerungen an Kult-Referee Uwe Zahler

„Kuscheln könnt ihr nachher“ ‒ Erinnerungen an Kult-Referee Uwe Zahler

„Kuscheln könnt ihr nachher“ ‒ Erinnerungen an Kult-Referee Uwe Zahler
Handballerin aus Scheeßel will mit Regensburg in die 2. Liga aufsteigen

Handballerin aus Scheeßel will mit Regensburg in die 2. Liga aufsteigen

Handballerin aus Scheeßel will mit Regensburg in die 2. Liga aufsteigen
TV Sottrum, SV Anderlingen und FC Walsede spüren den Phantomschmerz

TV Sottrum, SV Anderlingen und FC Walsede spüren den Phantomschmerz

TV Sottrum, SV Anderlingen und FC Walsede spüren den Phantomschmerz

Kommentare