Westerholz’ Torben Dittmer nach Kreuzbandriss wieder in Topform

Der „alte Opa“ ist zurück

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Torben Dittmer ist beim TuS Westerholz zurück zwischen den Pfosten und hat sich beeindruckend zurückgemeldet. 

Westerholz - Von Vincent Wuttke. Fast ein Jahr ist es her, dass sich Torben Dittmer im ersten Spiel der vergangenen Kreisliga-Saison beim TSV Groß Meckelsen das Kreuzband riss. Nachdem er am letzten Spieltag eingewechselt wurde, stand der 35-Jährige am Sonntag erst zum zweiten Mal wieder in der Liga von Beginn an für die Fußballer seines TuS Westerholz zwischen den Pfosten – und meldete sich beim 2:1-Sieg gegen den FC Ostereistedt/Rhade eindrucksvoll zurück. „Es hat richtig Spaß gemacht – keine Fehler und auch sonst hat alles gepasst“, schwärmt Dittmer.

Ostereistedts Stürmer Johannes Meyer dürfte wohl schlecht vom Torwart geträumt haben. So oft wie Dittmer beste Chancen von ihm vereitelte – gerade in der Anfangsphase. Und auch einen Elfmeter von Kevin Weigert parierte der Westerholzer in der zwölfte Minute. „Ich habe meine Ecke, in die ich immer springe“, verrät der Elfmeterkiller seine Strategie. „Aber ich musste den auch halten. Ich weiß nämlich nicht, ob wir gewonnen hätten, wenn der reingegangen wäre.“

Trotz seiner schweren Verletzung hatte Dittmer nie ans Aufhören gedacht und ist hoch motiviert. „Ich bin immer froh, wenn ich sonntags Fußballspielen kann“, verrät der Schlussmann und fügt an: „Ich sehe nicht, dass ich aufhöre. Ich habe Lust.“

Im Team des TuS Westerholz ist Dittmer zwar mit Abstand der Älteste, dennoch fühlt er sich pudelwohl. „Einen alten Opa, der den Jungen zeigt, wo es langgeht, muss es doch geben“, scherzt der Routinier. Und Trainer Peter Ludwig weiß auch um die Rolle seines Torwarts. „Er gibt den Jungs auch während der Spiele lautstark Anweisung und hilft damit sehr.“

Fast seine gesamte Karriere hat Dittmer bei seinem Heimatverein verbracht, nur eine Saison hat er es mal beim MTV Elm versucht. „Jetzt bleibe ich aber auf jeden Fall hier“, versichert der Westerholzer. Eigentlich war er nach seiner neunmonatigen Pause für diese Saison „nur“ noch als Ersatz für Finn Geffken eingeplant. Da dieser aber mit einer Schulterverletzung bis Anfang Oktober ausfällt, steht Dittmer wieder zwischen den Pfosten. „Und wenn Finn wieder kann, bin ich erst mal raus. Dann ist schließlich Mais-Ernte“, sagt der selbstständige Lohnunternehmer schmunzelnd.

Überhaupt kommen der Oldie und sein 15 Jahre jüngerer „Konkurrent“ bestens miteinander aus. „Finn ist die Nummer eins. Ich habe kein Problem, mich für ihn auf die Bank zu setzen“, so Dittmer. Er unterstützt seinen Nachfolger, wo immer es geht. Und wenn Dittmer tatsächlich mal seine Torwarthandschuhe an den Nagel hängt, dann will er trotzdem seine Erfahrung weitergeben. „Die kann mir keiner nehmen und die hat mir auch am Sonntag sehr geholfen“, erklärt Dittmer, der später als Torwarttrainer bei seinem Verein helfen möchte.

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