Nullnummer zwischen RSV-Reserve und Bothel, weil die Abwehrreihen stehen

Almohamend debütiert im Derby

Der Einsatz stimmte auf beiden Seiten, die Torausbeute aber nicht. In dieser Szene versucht Rotenburgs Neuzugang Aemn Almohamend (rechts) den Ball gegen Bothels Spielertrainer Christoph Meinke zu erobern. - Foto: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Rüdiger Greve hockte auf den Betonstufen des Ahe-Stadions und atmete tief durch. „Gott sei Dank! Das wurde ja auch mal Zeit“, meinte der Torwart des Rotenburger SV II, nachdem er erstmals in dieser Saison keinen Ball aus dem eigenen Netz holen musste. Dennoch reichte es im Derby der Fußball-Bezirksliga nur zu einem Punkt gegen den TuS Bothel. „Aber diesen hat sich die Mannschaft erkämpft“, war Coach Bernd Santl von der Nullnummer alles andere als enttäuscht.

Ohnehin waren sich die Trainer nach dem Spiel ziemlich schnell einig. „Das Unentschieden ist gerecht und fair“, fand Santl. Und Bothels Spielertrainer Christoph Meinke bemerkte zustimmend: „Das Spiel hätte keinen Sieger verdient gehabt, auch wenn es am Ende 3:3 hätte ausgehen können.“

Für den Großteil der Partie waren es aber vor allem die beiden Abwehrreihen, die gut standen und verteidigten. Auf Seiten der Gastgeber war Routinier Henning Schwardt in die Innenverteidigung gerückt, nachdem sich Dominik Reuter mit Leistenproblemen abgemeldet hatte. Der 38-Jährige grätschte, blockte und klärte immer wieder, bis ihn die Oberschenkelmuskulatur nach einer guten Stunde im Stich ließ. Santl attestierte Nebenmann Lasse Müller sogar „sein bisher bestes Spiel“. Auch auf Robert Packmor – erst im Mittelfeld, später auf der rechten Abwehrseite, war Verlass. Auf Botheler Seite waren es vor allem Torsten Hoops und Kevin Altmann, die im Abwehrzentrum kaum etwas zuließen. Erst in der 73. Minute besaß der nimmermüde Tobias Delventhal die erste echte Chance, die Torwart Sascha Denell aber vereitelte. Sein Debüt an Delventhals Seite gab übrigens Aemn Almohamend, ein syrischer Flüchtling. „Er hat seine Sache ordentlich gemacht“, urteilte Santl über seinen Neuzugang, der seit einigen Wochen im Training ist und 90 Minute durchspielte. Er schloss dabei die Lücke, die der vierfache Saisontorschütze Andrej Edel hinterlassen hat. „Er hat sich wieder verabschiedet, weil er es zeitlich nicht mehr schafft“, erklärte Rotenburgs zweiter Vorsitzender Thorsten Nitz, während Coach Santl den Stürmer noch nicht ganz abgeschrieben hat: „Da steht noch ein Gespräch aus, mal gucken.“ Gestern schaute Edel allerdings nicht im Ahe-Stadion, sondern beim Kreisliga-Spiel des TV Sottrum zu.

Die rund 100 Zuschauer in Rotenburg – mehr als bei den jüngsten Partien der RSV-Ersten, viele aber aus Bothel – sahen derweil lange Zeit nur wenige gute Torchancen. Gianfranco Cusimanos Lattenschuss ans RSV-Tor gehörte auf jeden Fall dazu (23.), auch Ahrens‘ Kopfball (37.). Dafür häuften sich die Möglichkeiten in der Schlussphase. Ahrens und Bastian Hollmann (80./86.) verpassten Bothels späten Siegtreffer, für die Rotenburger stand Kay Slominski zwei Mal kurz davor, als Matchwinner gefeiert zu werden (87./90.+2).

„Es war ein Kampfspiel, das auch sehr hektisch war. Wir sind aber auch nicht richtig ins letzte Drittel reingekommen, weil die Rotenburger, bei denen Jelle Röben aus der Landesliga-Elf im Mittelfeld aushalf, sehr kompakt standen. Da war es schwer, sich klar durchzuspielen“, resümierte Christoph Meinke, dessen Team dadurch auf den Relegationsrang abgesackt ist. Die RSV-Reserve klebt mit ihren zwei Punkten weiterhin am Tabellenende fest. „Aber wir leben“, attestierte Bernd Santl seinen Mannen vorbildlichen Einsatz.

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