Allrounder verlässt RSV und geht nach Schneverdingen / „Auf Anruf gewartet“

Demaku: „Zu viel passiert“

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Das Trikot des Fußball-Oberligisten Rotenburger SV trägt Drilon Demaku künftig nicht mehr. Der 26-Jährige wechselt zum Landesliga-Aufsteiger TV Jahn Schneverdingen.

Rotenburg - Von Mareike Ludwig. Er wollte am Ende nur noch weg. Eine weitere Saison beim Fußball-Oberligisten Rotenburger SV kam für Drilon Demaku auf keinen Fall mehr infrage. „Lieber hätte ich gar keinen Fußball mehr gespielt“, findet der 26-jährige Allrounder deutliche Worte. Zu viel sei hinter den Kulissen vorgefallen, um seine Schuhe weiterhin für den Wümme-Club zu schnüren. Doch an den Nagel hängt er sie nicht. Demaku läuft in der neuen Saison für den künftigen Landesligisten TV Jahn Schneverdingen auf.

„Ich habe den Verantwortlichen bereits Anfang des Jahres mitgeteilt, dass ich den Verein zum Saisonende verlassen werde. Es sind zu viele Sachen passiert, darauf habe ich keine Lust mehr. Es ist der Wahnsinn, was dort im Hintergrund alles abläuft“, erklärt Demaku, um gleichzeitig aber auch zu betonen, dass sein Weggang nichts mit der Mannschaft zutun hat: „Ich bin immer gerne zum Training gegangen. Wir hatten ein super Team. In der Rückrunde ist jeder über sich hinausgewachsen. Niemand muss sich hinter seiner Leistung verstecken. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht.“

Doch die mannschaftliche Geschlossenheit hat nicht ausgereicht, um ihn zum Bleiben bewegen zu können. Über diese Entscheidung war besonders einer glücklich – Jesco Rohde, Trainer des TV Jahn Schneverdingen. „Ich freue mich wirklich sehr, dass Drilon zugesagt hat. Er hilft uns definitiv weiter. In unser spielstarkes Mittelfeld passt er hervorragend rein“, ist sich Rohde sicher. Die beiden kennen sich bereits aus damaligen RSV-Zeiten. In der B-Jugend hatte Demaku dort bereits unter Rohde gespielt. „Der Kontakt ist nie abgerissen. Seit einigen Jahren versuche ich schon, ihn nach Schneverdingen zu holen. Jetzt hat es endlich geklappt“, zeigt sich Rohde erleichtert.

Durch die Verpflichtung guckt der SV BW Bornreihe derweil in die Röhre: Auch der Landesligist, bei dem Demaku bereits in der Saison 2010/2011 das Trikot getragen und sagenhafte 25 Treffer erzielt hatte, war an einer erneuten Verpflichtung des Mittelfeldspielers interessiert. „Ich hatte dort ein wirklich sehr erfolgreiches Jahr. Doch ist der Weg aus Rotenburg unfassbar lang. Der Aufwand ist mir einfach zu groß“, begründet Demaku.

Nun gilt sein Fokus ganz klar der neuen Herausforderung bei den Heidestädtern. „Ich habe die ganze Zeit auf Jescos Anruf gewartet, man bietet sich schließlich nicht selbst an“, sagt der 26-Jährige schmunzelnd. Und er fügt hinzu: „Ich bin richtig heiß und kann es kaum abwarten, bis es endlich losgeht.“ Trotz seiner Euphorie bleibt Demaku aber realistisch, die Chancen des Aufsteigers richtig einzuschätzen: „Unser Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt. Alles andere ist Bonus.“

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