Linksaußen des TuS Rotenburg überragt im Regionspokal

Die Allergie blendet Trau aus

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Annika Trau hat im ersten Jahr den Durchbruch bei den Damen geschafft. Ihren Trainer Jens Miesner freut‘s.

Rotenburg - Von Vincent Wuttke. Richtig beschwerdefrei konnte Annika Trau beim Pokal der Handballregion Mitte-Niedersachsen nicht spielen. Die Allergie gegen Gräser bereitete dem Linksaußen des TuS Rotenburg durchaus Probleme. Trotzdem führte die 19-Jährige das Landesklassen-Team mit jeweils acht Toren im Halbfinale gegen die HSG Mittelweser/Eystrup (29:18) und im Endspiel gegen die HSG Bruchhausen/Vilsen zum Triumph. „Es ist schon traurig, dass wir nicht aufgestiegen sind. Aber der Pokal ist auch schön“, sagt Trau.

„Sie hat sich richtig reingekniet“, lobt Trainer Jens Miesner seinen Schützling. Schon vor dem Pokalwochenende drehte Trau mächtig auf. In den drei letzten Partien der Landesklassen-Saison erzielte das Talent 23 Treffer. Ihr Torekonto stand am Ende bei 75. Damit war sie gemeinsam mit Rechtsaußen Lisa Meinke die beste Schützin des Tabellenvierten.

Ohnehin ist die Flügelzange die Stärke der Rotenburgerinnen. „Bei Tempogegenstößen sind die beiden besonders gefährlich“, bemerkt Miesner. Die Konter sind Traus Spezialdisziplin. „Ich mag es einfach, schnell nach vorne zu laufen“, erzählt sie. Dann gibt es auch meistens keine harten Kontakte. Die Zweikämpfe sind für Trau, die erst im vergangenen Sommer aus der A-Jugend des JH Wümme aufrückte, noch etwas ungewohnt. „Das war am Anfang echt hart. Die Frauen spielen deutlich körperbetonter“, gibt die Büschelskamperin zu. Im Training arbeitete sie deshalb mit Kreisläuferin Sarah Marie Wulff am nötigen Durchsetzungsvermögen. Ihr Trainer Jens Miesner hat erkannt: „Sie hat sich nun akklimatisiert.“

Trotz Uni in Hamburg fast immer beim Training

Mittlerweile hat sich Trau sogar einen so guten Ruf im Team erarbeitet, dass sie bei den Siebenmetern die zweite Schützin nach Lina Seiboth ist. Und auch im linken Rückraum darf das großgewachsene Talent manchmal ran. „Da möchte sie, glaube ich, lieber hin“, sagt Miesner und lacht. Trau hat aber auch kein Problem damit, als Linksaußen zu spielen. „Es ist ja schon ein Kompliment, dass ich im ersten Jahr so viel spielen durfte“, erklärt die ehemalige Eichenschülerin.

Auch wenn sie mittlerweile Bau- und Umweltingenieurswesen in Harburg studiert, schafft sie es fast immer zum Training. „Bei uns muss man für jede Minute, die man zu spät kommt, einen Euro zahlen. Da bin ich lieber pünktlich“, sagt Trau und lacht.

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