Für den 17-Jährigen hat die Berufsausbildung aber Vorrang

Alle jagen Wolfgang Pesch

Jung, schnell, durchsetzungsstark: Mit Wolfgang Pesch (l.) hat die SG Unterstedt ein großes Offensivtalent in ihren Reihen. Das bewies er auch gegen den TuS Zeven (hier Finn Brunkhorst). - Foto: Freese
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Jung, schnell, durchsetzungsstark: Mit Wolfgang Pesch (l.) hat die SG Unterstedt ein großes Offensivtalent in ihren Reihen. Das bewies er auch gegen den TuS Zeven (hier Finn Brunkhorst).

Unterstedt - Von Matthias Freese. Nach dem Abpfiff war der „Arbeitstag“ für Wolfgang Pesch noch nicht beendet. Der Youngster im Team der SG Unterstedt musste noch die Eckfahne einsammeln. „In Herrenmannschaften muss man diese Aufgaben als Jugendspieler übernehmen. Das ist doch normal“, meinte der 17-Jährige, der spürbar kaputt war. „Ich bin viel gelaufen und war am Ende echt fertig“, gestand der Mann des Spiels, der für seinen Fußball-Kreisligisten auch zwei Tore zum 5:0-Heimsieg gegen den TuS Zeven beigesteuert hatte.

Die Frage, die Team und Trainer derzeit am meisten beschäftigt, lautet: Wie lange steht Pesch der SG Unterstedt noch zur Verfügung? Missen möchten sie den Stürmer nämlich nach seinem erst zweiten Pflichtspieleinsatz im Herrenbereich nicht mehr. „Er ist ein richtig Guter und hat Geschwindigkeit“, betont Coach Uwe Delventhal.

Allerdings zieht der Rotenburger im nächsten Monat nach Hamburg, wo er eine viermonatige Ausbildung zum Rettungssanitäter absolvieren wird. „Ich fahre dann 1:40 Stunden von dort nach Unterstedt – das dauert mir eigentlich zu lange“, sagt Pesch, der im Mai sein Abitur am Ratsgymnasium abgelegt hat. In der Hansestadt hat er sich deshalb auch längst einen anderen Verein gesucht. Für die zweite Mannschaft des USC Paloma spielt er – wie übrigens auch Tobias Dyck (Rotenburger SV II) – in der Hamburger Bezirksliga. Mit Zweitspielrecht darf Pesch weiter für seinen Heimatverein ran. „Ich würde echt gerne weiter für Unterstedt spielen, aber die Arbeit geht nun mal vor“, meint er. Da bedarf es wohl tatsächlich noch einiger Überredungskünste der Mitspieler, um ihn auch ab Herbst von den regelmäßigen Einsätzen für die SG Unterstedt zu überzeugen.

Dass Wolfgang Pesch weit mehr Potenzial hat, weiß nicht nur er selbst. Es ist auch bereits einigen Vereinen in der Umgebung aufgefallen. Vergangene Saison stieg er mit der U 18 des JFV Verden/Brunsbrock in die Niedersachsenliga auf. Zum Probetraining war er bereits bei den Landesligisten Rotenburger SV, TSV Etelsen, FC Verden 04 und Bezirksligist FSV Langwedel/Völkersen. Doch er erteilte allen eine Absage und hält Unterstedt die Treue – weil er ab Herbst ohnehin nicht mehr regelmäßig zum Training kommen kann. Vor allem aber auch, „weil die Jungs echt cool sind“, beteuert Wolfgang Pesch.

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