ZDF dreht im Sportlerheim

Aktuelles Sportstudio aus Rotenburg: Grindel spricht über die Ultras in den Stadien

Sportstudio im Sportlerheim: Der frühere DFB-Präsident Reinhard Grindel (r.) beantwortet die Fragen von ZDF-Moderator Jochen Breyer zum Thema Ultras.
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Sportstudio im Sportlerheim: Der frühere DFB-Präsident Reinhard Grindel (r.) beantwortet die Fragen von ZDF-Moderator Jochen Breyer zum Thema Ultras.

Rotenburg – Schon seit Wochen ist das Sportlerheim auf dem Rotenburger Ahe-Sportgelände dicht. Darauf weist auch ein DIN A4-Zettel an der Scheibe des Eingangsbereiches hin: „Aufgrund der Corona-Pandemie ist das Vereinsheim geschlossen“, ist dort zu lesen. Am Donnerstag öffneten sich in den Morgenstunden trotzdem für rund zwei Stunden die Türen. Das aktuelle Sportstudio des ZDF mit Moderator und Journalist Jochen Breyer hatte hier alles hergerichtet für einen Dreh mit dem Ex-DFB-Präsidenten Reinhard Grindel. Das Thema: Die Ultras in Deutschlands Stadien.

Rückblende, Ende Februar 2020: Fans des FC Bayern München zeigen im Spiel bei der TSG Hoffenheim wiederholt Schmähplakate gegen Dietmar Hopp, den Mehrheitseigener der Gastgeber. Hintergrund ist eine Kollektivstrafe gegen die Fans von Borussia Dortmund wegen ähnlicher Vergehen. Zweimal wird die Partie unterbrochen, am Ende solidarisieren sich die Führungskräfte beider Vereine und die Mannschaften. Sie spielen die Partie freundschaftlich zu Ende und setzen ein Zeichen gegen diesen Hass. „Das arbeiten wir noch einmal in einer 45-minütigen Dokumentation auf“, erzählt Breyer. Er hat dazu bereits mehrere Funktionäre und Vertreter der Ultraszene interviewt.

Auch Reinhard Grindel spielt eine zentrale Rolle. Was viele nicht wissen: „Es war meine Idee, die Kollektivstrafe auszusetzen“, erinnert der Rotenburger an seine Zeit als DFB-Präsident, die im April 2019, also noch vor diesen massiven Vorfällen in Sinsheim, mit seinem Rücktritt enden sollte. In seiner Amtszeit hatte sich der Verband im August 2017 nicht nur von der Kollektivstrafe verabschiedet, es gab auch zwei vierstündige Gespräche mit Ultras – diese letztlich ohne Ergebnis. „Denn für sie ist der DFB als Feindbild unverzichtbar“, wie Grindel gegenüber unserer Zeitung betont. Nach seiner Präsidentschaft wurde auch die Kollektivstrafe durch den DFB wieder eingeführt. Hierzu nimmt Grindel nun im Gespräch mit Breyer Stellung.

Das Rotenburger Sportlerheim wird dafür in nur wenigen Minuten quasi zu einem Fernsehstudio umgestaltet. Breyer hat hierfür gleich eine dreiköpfige Filmcrew aus München mitgebracht. Vier Kameras sind auf beide gerichtet, als sie sich in diesem nun mit ein paar zusätzlichen Leuchten erhellten, aber trotzdem klassischen Vereinsheim auf die rustikalen Barhocker an den Stehtisch setzen. Grindels Kaffeetasse steht auf einer Tischdecke mit dem Logo des Rotenburger SV. Im Hintergrund hängen zahlreiche Wimpel am Holzbalken herunter und erzählen von den Gastspielen der nationalen und internationalen Gäste im Ahe-Stadion. Ein ideales, klischeehaftes Bildmotiv für die Kameraleute, die auch die mit Mannschaftsbildern bedeckten Wände und später noch Reinhard Grindel im Stadion filmen. Zu sehen ist alles in einer Sonderausgabe des aktuellen Sportstudios am 27. März, wie Breyer verrät.

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