Axel France ist der neue Altkreis-Fußballer des Jahres / „Ein Stück Anerkennung“

„AJ“ bürgt für Qualität

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Aus den Händen von RK-Sportredakteur Matthias Freese (r.) erhielt Axel France unmittelbar vor der Oberliga-Partie gegen den TB Uphusen den Wanderpokal als Altkreis-Fußballer des Jahres. ·

Rotenburg - Von Matthias FreeseEs sind nur zwei Buchstaben, die zu seinem Spitzname und gleichzeitig zu seinem Markenzeichen geworden sind: „AJ“ bürgt für Qualität. Und Axel France, der so von seinen Mitspielern gerufen wird, hat sich in nur einem Jahr nachhaltig in den Annalen der Oberliga-Fußballer des Rotenburger SV verewigt. Er ist der neue Altkreis-Fußballer des Jahres, gewählt von den Trainern unseres Verbreitungsgebiets ab Kreisliga aufwärts sowie dieser Zeitung.

„Das ist schon ein Stück Anerkennung, über das ich mich sehr freue“, sagt der 22-jährige Offensivkicker, der damit seinem Mitspieler Andy Kiel folgt und der sich im Voting mit 25 Zählern hauchdünn vor Mariusz Szymanski vom Bezirksliga-Aufsteiger VfL Visselhövede (24) sowie schon etwas klarer vor Jan-Lüder Behrens (TuS Westerholz/16) durchgesetzt hatte.

Doch wofür steht eigentlich „AJ“? Es sind die Initialen seiner beiden Vornamen – Axel Joseph. Ebenso wie sein Nachname werden sie übrigens englisch ausgesprochen. Grund: „Mein Vater ist Amerikaner, und ich habe auch mal zwei Jahre in San Diego gelebt“, erzählt der Mann mit den kalifornischen Wurzeln, dessen Verwandschaft gerade zu Besuch ist.

Heute wird er sich aber nicht zu viel Zeit dafür nehmen können, denn der ausgebildete Versicherungskaufmann startet in Bremen bei einem Mineralölunternehmen ein Praktikum im Vertrieb. Und dass er sich durchsetzen kann, hat er ja schon letzte Saison auf dem Fußballplatz eindrucksvoll beweisen. Damals aus der Landesliga vom FC Hagen/Uthlede gekommen, avancierte der in Sandstedt an der Unterweser wohnende France prompt zur Entdeckung der Saison.  Als Linksfuß machte er über beide Seiten und später auch im Sturm viel Dampf, sodass er auf neun Saisontore kam – so viel wie kein anderer in seinem Team.

Szymanski landet

auf Platz zwei

  „Ich wusste, dass ich mich nicht verstecken muss, aber dass es gleich so gut klappt, hatte ich nicht gedacht“, sagt France selbst. Ob er seine Quote diese Saison toppen kann, ist unsicher. Vor allem, wenn er weiter dort spielen wird, wo ihn Coach Benjamin Duray im ersten Saisonspiel hinbeordert hat – auf die Stelle des linken Außenverteidigers. „Das macht er da ganz solide“, findet sein Trainer. Und France meint lachend: „Es scheint, als hätte ich da eine neue Aufgabe, bei der es nicht so sehr aufs Toreschießen ankommt.“

Ehrlich, aber auch clever hatte er übrigens vor der Saison verhandelt, indem er sich eine Ausstiegsklausel in seinen Vertrag einbauen ließ – „falls wirklich was von weiter oben kommen sollte“, erklärt Axel France. Regionalligist BSV Rehden soll angeblich Interesse gezeigt haben – „aber es hat sich nie einer gemeldet, deshalb glaube ich auch jetzt nicht mehr an einen Wechsel“. France sagt es, als würde es ihn nicht besonders stören. Und passend dazu fügt er an: „Außerdem mag ich meine Mannschaft echt gern.“

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