RSV-Retter soll bleiben

Airich – geht da noch was?

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Der Dank aller Beteiligten des Rotenburger SV ist David Airich sicher. Mit vier Treffern gegen Uelzen sorgte der Stürmer für den Klassenerhalt. Beim RSV wollen sie ihn unbedingt halten.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Andre Schmitz weiß genau, was zu tun ist. Also sprach er nicht zuerst mit David Airich, sondern mit dessen Frau. „Sie habe ich schon überredet. Sie hat das Okay gegeben“, berichtete der künftige sportliche Leiter des Rotenburger SV von erfolgreichen „Verhandlungen“. Dass der Goalgetter, der den Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga mit seinen Toren quasi garantierte, aber tatsächlich beim RSV weitermacht, ist dennoch eher unwahrscheinlich.

„Ich fahre jetzt erst mal zwei Wochen in den Urlaub, wenn dann die Beine noch mitmachen, sehen wir mal“, erklärte der 30-Jährige kurz nach dem Abpfiff der Partie bei Teutonia Uelzen (7:2), in der er vier Mal getroffen hatte. Er merkte allerdings auch ehrlich an: „Eigentlich habe ich es abgelehnt.“

Der Bedarf an einem Stürmer wie Airich ist durchaus vorhanden. Bei zwölf Einsätzen kam der frühere Oberligaspieler des TB Uphusen, den Schmitz im Winter aus den Tiefen der Verdener Kreisliga geholt hatte, auf elf Tore – so einen Knipser hatten sie an der Wümme lange vermisst. „Ich bin froh, dass ich der Mannschaft etwas geben konnte – und ich hätte Toni Fahrner meine Tore gegönnt“, meinte er nach dem Uelzen-Spiel, in dem der Sturmpartner rackerte, vorbereitete, abschloss – aber eben nicht das Tor traf.

Viele Pflichten abseits des Fußballs

Dass sich Airich nun womöglich wieder vom leistungsorientierten Fußball verabschiedet, dafür hat er mehrere gute Gründe: Zum einen hat er eine eigene Firma in Uphusen zu führen, zum anderen ist er in seiner Kirchengemeinde sehr aktiv – und zudem auch noch dreifacher Familienvater. Beim Garten-Kick mit dem Nachwuchs hatte er sich übrigens auch vor rund zwei Wochen den Zeh gebrochen – was ihn jedoch nicht daran hinderte, alles für den RSV zu geben und zum Abschluss noch mal die Partie zu entscheiden. „Mit so einer Mannschaft schafft das jeder“, gibt er ganz bescheiden die Komplimente weiter. Dabei plädierte er sogar dafür, schon in der Halbzeit ausgewechselt zu werden. „Da sitzen solche Qualitätsspieler auf der Bank, die haben es auch verdient.“ Zumal die Beine allmählich müde wurden, sodass Mitspieler Yannick Malende sie in der Trinkpause auch ausschüttelte. In der 74. Minute nahm Coach Schmitz Airich schließlich vom Feld und brachte mit Cedrik Sackmann eine der Nachwuchskräfte.

Airich hatte seinen Auftrag mehr als erfüllt. „Die Herausforderung haben wir gemeistert. Andre hat das Beste herausgeholt“, stellte der bullige Stürmer mit dem überragenden Kopfballspiel nach einer intensiven Rückrunde fest. Und er betonte: „Diesen Druck können einige nicht ab – wir schon!“

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