Airich ist „eine Maschine“

RSV-Stürmer liefert wichtige Tore im Abstiegskampf

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Daumen hoch: Für David Airich läuft es rund. Sieben Tore in neun Spielen stehen auf dem Konto des RSV-Angreifers. Damit hat er einen großen Anteil an der Aufholjagd.

Rotenburg - Von Mareike Ludwig. Sieben Tore in neun Spielen - eine Bilanz, um mit seiner Leistung mehr als zufrieden zu sein. Doch David Airich macht sich nichts aus Statistiken und Toreschießen. Vielmehr geht es dem Angreifer des Rotenburger SV um die gesamte Mannschaft.

„Ich bin kein Goalgetter. Ich möchte dem Team mit meiner Erfahrung weiterhelfen. Ich bin im Winter gekommen, um gemeinsam den Abstieg zu verhindern“, sagt der 30-Jährige bescheiden. Mit seinem Last-Minute-Treffer zum 3:3 im Derby beim FC Verden 04 hat er seiner Elf auch gleich einen weiteren wichtigen Punkt im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga gerettet.

„Ich entscheide keine Spiele alleine“

Das Remis will er seinem Konto aber nicht alleine gutschreiben. „Solche engen Spiele sind es, für die ein Fußballer brennt. Wenn mich das Mittelfeld jedoch nicht mit Bällen füttert, kann ich auch keine Dinger reinmachen. Ich entscheide keine Spiele alleine“, sagt Airich, der momentan mit sieben Treffern der erfolgreichste RSV-Schütze ist.

Die Dinger reinzumachen, das ist der Hauptgrund, warum ihn Coach Andre Schmitz an die Wümme geholt hat. Bislang liefert der Stürmer Woche für Woche ab und erfüllt seinen Job. Waren es vor seinem ersten Einsatz noch satte acht Punkte Rückstand zum rettenden Ufer, ist es jetzt „nur“ noch ein Zähler. Sein Anteil der Aufholjagd ist nicht unerheblich, schließlich hat der 30-Jährige in den vergangenen drei Spielen stets den Ball eingenetzt. „David ist ein echter Glücksfall. Er hat eine enorme Willenskraft, viel Selbstvertrauen. Kurz gesagt, er ist eine echte Maschine“, schwärmt Schmitz in höchsten Tönen.

Nach der Saison ist Schluss

Dabei genießt Fußball für den dreifachen Vater längst nicht mehr oberste Priorität. Die Herausforderung, dem RSV aus der misslichen Lage zu helfen, hat Airich dann aber doch „enorm angespornt. So eine brenzlige Situation reizt mich einfach. Deshalb hatte ich mich dazu entschieden, doch noch mal richtig anzugreifen“, begründet der Verkaufsleiter im Bauwesen. Im Sommer hatte er sich aus der Oberliga-Elf des TB Uphusen zurückgezogen und war bis zu seinem Wechsel im Winter zum RSV nur noch für die Reserve in der Kreisliga am Ball.

Vielmehr sind es jetzt seine Familie und die evangelisch-freikirchliche Baptistengemeinde in Uphusen, die an erster Stelle stehen. „Ich möchte so viel Zeit wie möglich mit meinen Kindern und meiner Frau verbringen. Zeitlich ist das mit dem Fußball sehr schwierig“, so Airich. Und der Angreifer fügt nach einer kurzen Pause hinzu: „Auf meinen Glauben baue ich alles drumherum auf. Wenn ich niedergeschlagen am Boden liege, macht er mich wieder stark“, gibt Airich einen Einblick in seine Gefühlswelt.

Aus diesen Gründen muss sich der RSV für die kommende Saison auch einen neuen Torjäger suchen, denn Airich will seine Schuhe endgültig an den Nagel hängen. „Rotenburg ist mir zwar ans Herz gewachsen, aber ich höre komplett auf“, verrät er. Bis dahin will er sich aber „voll ins Zeug legen“ und die Mission Klassenerhalt schaffen.

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