Hurricanes schenken Führung her

54:59: Ärgerliches Foul in Crunchtime

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Mirja Beckmann brachte die Hurricanes mit 54:48 in Führung – doch der Vorsprung sollte nicht reichen.

Scheeßel - Ein schwaches drittes Viertel, zu viele Ballverluste am Ende und ein unsportliches Foul in der Crunchtime durch Shaniqua Nilles haben die Avides Hurricanes um einen Sieg im Niedersachsenduell beim Spitzenreiter OSC Panthers Osnabrück gebracht. Durch die 54:59 (31:24)-Niederlage in der 2. Basketball-Bundesliga riss auch der Kontakt zu den Play-off-Plätzen ab – der Rückstand beträgt nun sechs Punkte für den Tabellensechsten.

„Wir hatten nicht genug Kraft für die Endphase“, stellte Hurricanes-Coach Mahir Solo fest. Er war mit nur acht Spielerinnen angereist, darunter allerdings auch Pia Mankertz, die nach ihren Nackenproblemen doch auflief und sogar in der Starting Five stand. Aufgrund der dünnen Personaldecke setzte Solo hinten auf eine Zonen- und eine Presszonenverteidigung. „Wir haben eine gute Verteidgung gespielt, das ist einer der positiven Aspekte des Spiels“, betonte er.

Darauf aufbauend verschafften sich die Hurricanes nach einem ausgeglichenen ersten Viertel (14:14) im zweiten Durchgang auch ein kleines Polster. Erst traf Andrea Baden zum 23:16 (13.), dann baute Nilles den Vorsprung auf 31:22 aus (20.), ehe Tonia Dölle bis zur Pause noch auf 24:31 verkürzte. Unter dem Korb setzte vor allem Hannah Pakulat Akzente. Sie kam am Ende nicht nur auf acht Rebounds, sondern auch auf elf Punkte. 

Cassidy Clark: 13 Punkte und neun Rebounds

Eine bessere Bilanz in ihrem Team wies nur noch die Amerikanerin Cassidy Clark mit 13 Punkten und neun Rebounds auf. Bei den mit fünf Profis angetretenen Osnabrückerinnen waren die Schwedin Mikalea Gustafsson mit 15 Punkten sowie die Amerikanerin Dara Nailah Taylor mit 14 Punkten und zehn Rebounds effektiv, aber auch Melina Knopp, die vier ganz wichtige Dreier einstreute – insbesondere in der Schlussphase. Die vergangene Saison noch im Hurricanes-Kader stehende Finnin Evita Iiskola kam zwar zu vier Rebounds, ging gegen ihr altes Team aber leer aus.

Die Panthers nicht. Bereits in der 28. Minute zogen sie durch Dölle mit 37:35 vorbei. „Da hatten wir den Fokus zu wenig auf der Offense“, so Solo. Doch die Hurricanes kamen noch einmal auf. Per Dreier brachte Clark nach 33 Minuten die Führung zurück (47:46), die Mirja Beckmann gar wieder auf 54:48 ausbaute (38.). Doch es sollte nicht reichen, weil Knopp zwei Dreier zum 55:54 für Osnabrück versenkte (39.) und Nilles sich 31 Sekunden vor Schluss ein unsportliches Foul gegen Taylor erlaubte. „Das ärgert mich, denn das haben wir nicht gebraucht. Aber es ist nun mal passiert“, betonte Solo.

Darüberhinaus monierte der Coach die hohe Fehlerquote: „Das waren zu viele Turnover zum Schluss, die uns den Sieg gekostet haben.“ Insgesamt kamen die Hurricanes auf stolze 22. Osnabrück hatte nur sechs weniger – doch die machten eben den Unterschied.

maf

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