Die Änderungen des Reglements sorgen bei GW Rotenburg für heftige Kritik

Rolf Brüggen: „Wir gehen auf jeden Fall dagegen vor“

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Rotenburgs Coach Zlatan Burina ist über die neue Abstiegsregelung sehr verärgert.

Rotenburg - Von Mareike Ludwig. „Es ist die Sauerei des Jahrhunderts.“ Rolf Brüggen ist stinksauer. Der Vorsitzende des TC GW Rotenburg hat erst kürzlich davon erfahren, dass in der Oberliga – nicht wie ursprünglich angenommen – drei, sondern vier Mannschaften den Gang eine Klasse tiefer antreten müssen. Doch nicht nur die Oberliga ist von der Reform des Niedersächsischen Tennisverbandes (NTV) betroffen. Die Regelung zieht sich bis in die untersten Klassen durch.

Die Tennis-Herren des Wümme-Clubs liegen einen Spieltag vor Saisonende in der Oberliga auf Tabellenplatz fünf, also dem Rang, der eigentlich zum Ligaverbleib gereicht hätte. Dadurch, dass es in dieser Achterstaffel nun aber vier Absteiger gibt, wird es für das Team von Coach Zlatan Burina noch einmal so richtig eng. „Wir haben natürlich gedacht, unser Ziel bereits erreicht zu haben. Mitten in der Saison zu sagen, dass vier Mannschaften absteigen, ist ein Unding. Die Verantwortlichen hätten es uns vorher mitteilen müssen“, zeigt sich Burina verärgert.

Die Änderungen kommen laut Sybille Schmidt, Pressesprecherin des NTV, aber nicht aus heiterem Himmel. „Wir haben es in den Durchführungsbestimmungen für den Sommer 2014 bereits vor der Saison angekündigt. Niemand ist unwissend in die Spielzeit gegangen, somit ist es definitiv kein Überraschungseffekt für die entsprechenden Vereine“, erklärt Schmidt auf Nachfrage unserer Zeitung.

Und tatsächlich, in der Verordnung ist unter Punkt sieben zu lesen: „Die Auf- und Abstiegsregelung für den Sommer 2014 wird gesondert mitgeteilt.“ „Natürlich kann ich aber verstehen, dass die Mannschaften aufgebracht sind. Schließlich sind sie nun plötzlich davon betroffen. So ein Paragraph kann schnell mal überlesen werden, doch steht es in den Bestimmungen definitiv drin“, erklärt die Pressesprecherin.

Dass erst jetzt bekanntgegeben wurde, dass sich die Zahl um ein Team erhöht, liegt daran, dass seit vergangener Woche die Absteiger aus den Nordligen feststehen. „Drei Teams rutschen in die Oberliga ab. Wir wussten im Vorfeld aber nicht, wie viele Vereine aus Niedersachsen betroffen sein werden“, so Schmidt.

„Wir müssen doch aber eine planbare Sicherheit haben. Schließlich führen wir bereits Gespräche für die kommende Spielzeit. Es kann doch nicht sein, dass es im Laufe der Saison plötzlich heißt, dass die Hälfte der Liga absteigt. Nur, weil dieses Mal drei Mannschaften aus Niedersachsen betroffen sind, muss es eine andere Lösung geben“, findet Rolf Brüggen klare Worte. Und er fügt hinzu: „Damit werden wir uns nicht zufrieden geben. Wir gehen auf jeden Fall dagegen vor.“

Durch die Entscheidung, vier Teams aus der Oberliga zu nehmen, zieht sich die Änderung bis in die Verbandsklasse im Damen- und Herrenbereich, was bedeutet, dass es auch dort einen Absteiger mehr gibt. „Das kann doch nicht gewollt sein“, schimpft Brüggen. Moritz Engel vom Sportbüro des NTV erklärt dazu: „Wir sind gerade dabei, die Staffelstruktur zu ordnen und zu ändern. Künftig wird alles etwas gestrafft. Das Ziel ist es, die unteren Ligen zu stärken, da dort die Anzahl zu gering ist“, sagt Engel.

Er macht zudem noch mal darauf aufmerksam, dass in Paragraph 26 der NTV-Wettspielordnung zu finden ist, dass „über zusätzliche Abstiegsplätze in gegenseitiger Abstimmung die jeweilige Sportkommission bei der Staffeleinteilung (nach Ende der jeweiligen Mannschaftsmeldung) zur nächsten Saison entscheidet.“ „Dann ist es doch aber besser, jetzt direkt Bescheid zu geben, als noch damit zu warten“, weist Engel jede Schuld von sich.

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