84:68 gegen Neuss – ein schweres Stück Arbeit für Hurricanes / Youngster Schmidt spielt frech auf

Die Acht-Minuten-Versöhnung

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Gute Laune: Constanze Wegner (l.) klopft Youngster Edda Schmidt anerkennend auf die Schulter.

Scheeßel - Von Matthias Freese. Schulterklopfen hier, Umarmungen da – Edda Schmidt strahlte übers ganze Gesicht. Der Youngster der Avides Hurricanes war in einem Spiel mit ganz viel Schatten ein Lichtblick.

Als ihre Zweitliga-Basketballerinnen im letzten Viertel zum großen Finish ansetzten, war die 16-Jährige mittendrin statt nur dabei. Sieben Punkte steuerte sie in dieser Zeit zum 84:68 (38:40)-Heimsieg des Spitzenreiters gegen die TG Neuss bei – ein Erfolg, nach dem es lange nicht aussah.

Siegerin beim Tip-off, Siegerin auch am Ende: Kierra Mallard (l.) gewann mit ihren Hurricanes gegen Jana Heinrich und die TG Neuss mit 84:68. ·

Es waren die letzten acht Minuten, die für ein 29:9 im letzten Viertel sorgten und die rund 300 Zuschauer in der Scheeßeler Sporthalle versöhnten. „Das war kein schönes Spiel“, räumte Kapitänin Pia Mankertz ein. „Den Umschwung gab es erst, als wir in der Defense aggressiv agiert haben.“ Bis zur 32. Minute führten die von Janina Pils gecoachten Gäste vom Niederrhein sogar noch – dann erst kippte die Partie endgültig. Wie ein Brustlöser wirkte der Dreier von Janae Young zum 66:61. Die Amerikanerin war ohnehin mit 25 Punkten und elf Rebounds effektivste Akteurin auf dem Feld, wenngleich auch ihre Zweierquote bei nur 37 Prozent lag.

Doch das passte zum Spiel des Titelaspiranten, der in der ersten Halbzeit insgesamt eine Feldtrefferquote von nur 27 Prozent aufwies und in der 16. Minute erstmals kurzfristig in Führung gegangen war. Constanze Wegner ging bei ihren neun Würfen sogar komplett leer aus.

„Das war schon schwer gegen die Zone zu spielen. Aber wir haben auch viel von draußen geworfen, obwohl nichts reinfiel – auch viele freie Würfe nicht“, stellte Pia Mankertz fest. Zudem war die Neusser Centerin und ehemalige Erstligaspielerin Jana Heinrich nur schwer zu stoppen. Sie zog immer wieder clever vom Korb weg und traf aus der Mitteldistanz.

Auf dem Hosenboden gelandet, aber nicht abgestürzt: Janae Young war mit 25 Punkten Top-Scorerin der Hurricanes.

Fast wirkte es auch so, als würde den Hurricanes die Spannung und Aggressivität fehlen. Coach Christian Greve sah das aber anders: „Wir haben das Tempo extrem hochgeschraubt, sodass Neuss am Ende müde war. Da muss man sich dann auch mal 35 Minuten ranarbeiten, um zum Schluss den Deckel draufzumachen. Ich hatte jedenfalls nie Befürchtungen, dass es nach hinten losgehen würde.“ Dieses gute Gefühl war wohl auch der Grund, warum der Coach ziemlich ruhig das Geschehen verfolgte und es bei einer Siebener-Rotation beließ – Hannah Pakulat und Katharina Feil, zuvor in der Zweiten noch eingesetzt, blieben auf der Bank. Dafür spielten die Amerikanerinnen Janae Young und Kierra Mallard (18 Punkte, 14 Rebounds) komplett durch und erzielten beide ein Double-Double.

Das größte Lob gebührte allerdings Edda Schmidt, die nach dem fünften Foul von Fee Zimmermann bis zum Ende drauf blieb, per Dreier zum 73:64 während eines 11:0-Runs traf (35.) und auch den letzten Korb des Spiels beisteuerte. „Edda war geil, einfach abgezockt“, fand Mitspielerin Pia Mankertz. Diesem Urteil schloss sich Coach Greve etwas weniger euphorisch an: „Edda war schon gut drauf.“

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