Abwehrspezialist Christian Hausdorf wird immer stärker – und ist begeistert von seinem Coach

„Wirklich vom Allerfeinsten“

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Im Anflug: Christian Hausdorf zeigte gegen Spaden nicht nur eine starke Abwehrleistung – er traf auch sechs Mal.

Rotenburg - Von Jürgen Honebein. „Er ist in der Abwehr eine richtige Kante. Gleichzeitig hat er aber auch einen Blick für die verschiedenen Systeme, die wir spielen und verhält sich taktisch stets sehr klug“, lobt Trainer Steffen Aevermann den 24-jährigen Christian Hausdorf. Am Sonntag, beim 30:27-Sieg des Handball-Landesligisten TuS Rotenburg gegen den TV Gut Heil Spaden, war „Hausi“, wie er genannt wird, nicht nur in der Abwehr eine Bank, sondern ragte auch in der Offensive als Kreisläufer mit sechs Treffern heraus.

„Auch als Kreisläufer gehören er und Klaas-Marten Badenhop zu den Besten in der Landesliga. Er besitzt das Potenzial, noch eine Klasse höher zu spielen“, ist der Coach überzeugt.

Der gebürtige Düsseldorfer Christian Hausdorf begann zusammen mit seinem jetzigen Mitspieler Jens Koch 2001 in der C-Jugend des TuS Rotenburg mit dem Handballsport. Bis heute ist er dem Verein treu geblieben und kann sich auch zukünftig nicht vorstellen zu wechseln: „Wir haben einen super Trainer, eine super Kameradschaft und ein super Umfeld. Was will ich mehr?“, ist Christian Hausdorf rundum zufrieden. Ein besonderes Lob hat er für Steffen Aevermann parat: „Wie er uns immer auf ein Spiel vorbereitet und auf den jeweiligen Gegner einstellt, hat eine ganz besondere Qualität. Das ist wirklich vom Allerfeinsten“, betont Hausdorf.

Sicher würde der Abwehrspezialist mit dem TuS Rotenburg auch noch gern eine Klasse höher in der Verbandsliga spielen, doch dafür ist seiner Meinung nach im Moment der Kader einfach zu klein. „Wenn wir noch drei oder vier Spieler mehr hätten, sehe das ganz anders aus, aber so muss alles passen und wir dürfen keine Verletzten haben.“

Vor knapp zwei Jahren war er selbst der Leidtragende, als er sich einen Kreuzbandriss zugezogen hatte und lange Zeit pausieren musste. Für die Handballerinnen des TuS Rotenburg war es aber ein Glücksfall, denn Lebensgefährtin Jane Lüdemann nahm ihm mit zum Training – und schon hatte er zusätzlich den Job des Co-Trainers bei den ersten Damen unter Coach Jens Miesner inne. „Das macht mir bis heute sehr viel Spaß“, versichert der 24-Jährige, der dadurch voll ausgelastet ist.

Seine bisher größten sportlichen Erfolge waren die Aufstiege von der 1. Kreisklasse bis in die Landesliga und die Pokalerfolge. „Vielleicht geht ja auch in diesem Jahr im Pokal noch etwas“, freut sich Hausdorf auf das Rückspiel im DHB-Amateur-Pokal gegen die HSG Stedingen. Als sportliches Vorbild hat er den 33-jährigen Schweden Tobias Karlsson, der seit der Saison 2009/10 bei der SG Flensburg-Handewitt als Kreisläufer aktiv ist. „Seine Spielweise bewundere ich“, verrät Hausdorf. Er selbst sieht bei sich noch Schwächen in der Offensive am Kreis: „Mein Stellungsspiel muss ich noch verbessern und vor allem auch den Torabschluss. Ich lasse noch zu viele Chancen liegen.“ Doch auch so hat sich Hausdorf längst zu einem absoluten Leistungsträger entwickelt.

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