Abwehrchef Jan-Philipp Thom rechnet fest mit dem Titel-Dreikampf

„Rosige Zeiten in Westerholz“

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Abwehrchef in Westerholz: Jan-Philipp Thom lässt hinten nur wenig anbrennen.

Westerholz - Von Matthias Freese. Jan-Philipp Thom (24) ist ein Mann der klaren Worte. Auf dem Platz gibt der Abwehrchef des TuS Westerholz die Kommandos beim Tabellendritten der Fußball-Kreisliga. Und auch sonst eiert er nicht rum – das zeigt unser Interview.

Zweites Unentschieden in Folge, schon fünf insgesamt, zudem der Sturz auf Platz drei. Warum läuft es nach der Winterpause nicht rund?

Jan-Philipp Thom: Die Fitness haben wir. Aber vom Spielerischen her müssen wir erstmal wieder reinfinden. Außerdem haben wir einen kleinen Kader, da merkt man sofort, wenn ein, zwei Leute fehlen.

An der Abwehr liegt es kaum, die hat im Schnitt nur 1,1 Gegentore zugelassen. Aber was ist mit dem Angriff los, der war früher immer das Aushängeschild?

Thom: Richtig. Da kann man sich oftmals hinten ärgern, wenn man da sehr konzentriert spielt. Wir haben mit Hans Wahlers und Jan Ostenfeld sehr gute Stürmer, aber ein bisschen klemmt es noch bei ihnen. Die Jungs brauchen wieder mehr Selbstvertrauen.

Oder wollen Sie lieber gar nicht aufsteigen?

Thom: Nein, nein, so ist das nicht. Die direkten Duelle kommen ja noch, es kann also noch klappen.

Wird die Meisterschaft nur noch zwischen dem TuS Bothel, TV Sottrum und Westerholz entschieden?

Thom: Ich glaube, da kommt keiner mehr zwischen.

Und wer hat die besten Karten?

Thom: Aktuell Bothel. Die waren so konstant in der Hinrunde. Aber die Roten Karten müssen sie jetzt auch erstmal wegstecken.

In der Fairnesstabelle sind sie an Bothel schon vorbei und auf Platz eins in der Kreisliga. Ist Ihnen das egal?

Thom: Relativ egal. Es ist natürlich ein schöner Nebenaspekt, und unser Trainer sagt ja auch immer, dass wir uns auch anders helfen können als mit rüden Fouls.

Wie ärgerlich wäre es aber, den Aufstieg zu verpassen?

Thom: Natürlich wäre es schade, aber dann bricht keine Welt zusammen. Wir haben eine junge Mannschaft, es wäre nicht das letzte Mal, dass Westerholz oben mitspielen würde.

Auch weil einige A-Jugendliche nachkommen, die schon jetzt mit dabei sind?

Thom: Ja, da sehe ich rosige Zeiten auf Westerholz zukommen, wenn die bleiben. Jens Behrens, unser Rechtsverteidiger, gehört ja jetzt schon zum Stammpersonal.

Und Sie mit Ihren 24 Jahren zu den Routiniers …

Thom: Leider ja. Ich fühle mich aber gar nicht so alt.

Aber der Abwehrchef sind Sie schon, oder?

Thom: Sich selbst als Chef zu bezeichnen, ist nicht meine Sache. Es ist meine Spielweise, die Leute von hinten raus zu lenken. Es ist meine Veranlagung, dass ich gerne einteile. Aber mein Kollege in der Innenverteidigung, Oliver Demant, kann auch sehr gut Kommandos geben.

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