Neue Pläne für die Oberliga-Saison

Verband will Abstiegsrunde mit 14 Teams ‒ Rotenburger SV ist dafür

Nicht ausgeschlossen, dass sich Rotenburgs Trainer Tim Ebersbach (l.) und Uphusens Coach Christian Ahlers-Ceglarek in einer Abstiegsrunde wiedertreffen.
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Nicht ausgeschlossen, dass sich Rotenburgs Trainer Tim Ebersbach (l.) und Uphusens Coach Christian Ahlers-Ceglarek in einer Abstiegsrunde wiedertreffen.

Die Fußball-Oberliga wird nicht so fortgesetzt wie geplant. Das ist schon jetzt sicher. Eine Rückrunde wird es nicht mehr geben, auch bei der Auf- und Abstiegsrunde kommt es wahrscheinlich zu Veränderungen.

  • In der Fußball-Oberliga soll die Rückrunde gestrichen werden.
  • Nur sechs Teams sind für die Aufstiegsrunde vorgesehen, 14 für zwei Abstiegsrunden.
  • Wann lässt Corona einen Restart zu?

Rotenburg – Die Rückrunde in der brachliegenden Fußball-Oberliga wird aufgrund der Corona-Pandemie gecancelt – so will es jedenfalls der Verbandsspielausschuss. Was der Vorsitzende Jürgen Stebani bereits vor einigen Wochen gegenüber unserer Zeitung ankündigte, wird nun von Staffelleiter Burkhard Walden konkretisiert: „Die laufende Qualifikationsrunde wird nach der Hinrunde abgebrochen“, lautet der Vorschlag des Verbandes, der den Vereinen übermittelt wurde. Und es bahnen sich weitere Abweichungen von den ursprünglichen Plänen an: Statt zehn Mannschaften sollen sich nur sechs Mannschaften für die Aufstiegsrunde qualifizieren, statt zehn Teams jeweils sieben in zwei Abstiegsrunden rutschen.

Beim Rotenburger SV trifft dieser Vorschlag auf Zustimmung. Präsident Peter Grewe sagt: „Das heißt, dass dann 14 Mannschaften um den Abstieg spielen, was unsere Chance auf den Klassenerhalt erhöhen würde. Da habe ich die Hoffnung, dass wir es packen.“ Der RSV kann die Aufstiegsrunde zwar nicht mehr schaffen, ist als Siebter der Staffel Weser-Ems/Lüneburg mit sechs Punkten aber alles andere als abgeschlagen und hätte noch das Nachholspiel gegen Schlusslicht MTV Eintracht Celle zu bestreiten. Das ist nämlich ebenfalls klar: Die ausstehenden Nachholpartien der Hinrunde sollen ausgetragen sowie sämtliche Punkte und Tore mit in die Endrunden genommen werden. Für den Ligarivalen TB Uphusen, der einen Rang vor Rotenburg liegt und noch beim VfL Oldenburg nachholen müsste, stehen zehn Punkte auf dem Papier. Sollten tatsächlich nur die ersten drei Mannschaften in die Aufstiegsrunde einziehen, wäre diese für die Mannen vom Arenkamp nicht mehr zu erreichen. RSV-Kreisrivale Heeslinger SC hätte diesen Platz mit 17 Punkten sicher.

Abstiegsstaffeln werden nicht regional eingeteilt

„Die aktuelle Entwicklung der Corona-Pandemie lässt leider den für diese Saison geplanten Verlauf nicht so zu, wie er vor der Saison geplant war“, erklärt Walden in seiner Mail an die Vereine. „Eine Neueinteilung der Liga nach Abbruch der Qualifikation, wie in der Ausschreibung vorgesehen, würde in der anschließenden Auf- beziehungsweise Abstiegsrunde zu Problemen führen, da die Mannschaften ihre Ergebnisse untereinander mit in die Endrunden übernehmen sollten, hierzu aber einige Spiele fehlen, wenn die Rückspiele der Quali nicht ausgetragen werden“, begründet Walden. Alle drei Staffeln würden eine Hin- und Rückrunde spielen. „Eine Aufstiegsrunde mit nur noch sechs Mannschaften benötigt zehn Spieltage und kann termingerecht beendet werden, das heißt, die Mannschaft für die Relegation steht rechtzeitig fest. Die Abstiegsrunde mit jeweils sieben Mannschaften benötigt zwar 14 Spieltage, kann aber gegebenenfalls bis Ende Juni verlängert werden, da keine Relegationsspiele mit anderen Ligen folgen.“

Die Einteilung der siebenköpfigen Abstiegsstaffeln soll nach Tabellenplätzen und nicht regional erfolgen. Am Ende der Saison steigt der Sieger der Meisterrunde auf, der Zweite qualifiziert sich für die Relegation. „Aus den Abstiegsrunden steigen voraussichtlich nur jeweils zwei, eventuell drei von sieben Mannschaften ab und nicht wie vorgesehen vier bis sechs von zehn“, rechnet der Staffelleiter vor. Nachholspiele aus dem Winter könnten auch im Mai oder Juni in der Woche ausgetragen werden. „Nach Meinung des Spielausschusses ist dies ein Vorschlag, der eine sportliche Lösung unter den gegebenen Umständen ermöglicht und die Saison somit auch zu einem sportlichen Abschluss bringen kann.“ Die Vereine haben bis 18. Dezember die Möglichkeit, sich zu äußern.

Kommentar

Oberliga-Planung: Eine schlüssige Lösung

Bestimmt wird wieder gemeckert. Den Oberliga-Teams, die sich berechtigte Hoffnungen auf die Aufstiegsrunde gemacht hatten, die ihre Zukunft in einer höheren Klasse sehen, die aber nun als Vierter oder Fünfter auf einmal in die Abstiegsrunde rauschen, wird die Idee des NFV-Spielausschusses nicht sehr gefallen. Rechtlich ist der Verband auf der sicheren Seite. Er hat die Möglichkeit, abweichende Beschlüsse bezüglich des Spielsystems zu treffen, in die Ausschreibung extra aufgenommen. Und: Sein Plan, die Rückrunde zu streichen und Veränderungen in der Auf- und Abstiegsrunde vorzunehmen, ist schlüssig begründet. Es ist aufgrund der weglaufenden Zeit die richtige Lösung. Das wird der Großteil der Vereine ähnlich sehen. Nur: Der Zeitpunkt des Restarts bleibt die alles entscheidende Unbekannte.

Matthias Freese

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