Botheler Charakter stimmt Christoph Meinke optimistisch

Der Abstieg als Chance?

Der Zusammenhalt passte beim TuS Bothel: Doch am Ende war die Hypothek der schwachen Hinrunde zu groß für Phil Stölpe (l.) und seine Teamkollegen. Foto: Freese

Bothel - Von Nicolas Tréboute. Zwei Spieltage vor Schluss hat der TuS Bothel Gewissheit erlangt: Der Klassenerhalt ist für Fußballer von Spielertrainer Christoph Meinke, der am Saisonende das Zepter an Bodo Bosselmann übergeben wird, bei sieben Punkten Rückstand auf das rettende Ufer auch theoretisch nicht mehr möglich. Mit dem Abstieg nehmen vier Jahre Bezirksligazugehörigkeit ein Ende, eine wirkliche Überraschung ist das jedoch nicht mehr. Denn trotz einer ordentlichen Rückserie stand der Drittletzte nur am ersten Spieltag über dem Strich.

„Wir hatten im Winter schon Zeit, uns damit auseinanderzusetzen“, macht auch Meinke deutlich, dass seine Mannschaft zu keiner Zeit blauäugig gewesen ist. Mit dem Ende der Hinrunde hatte Bothel mickrige zehn Zähler auf der Habenseite. Zwar präsentierte sich der derzeitige Tabellen-15. nach der Winterpause deutlich stabiler und hatte im Frühjahr mit zwölf Punkten aus sechs Spielen seine beste Phase, doch die Konkurrenz vom SV Ippensen und Rot-Weiß Achim war in genau jenem Zeitraum ebenfalls zur Stelle. „Es ist wirklich ärgerlich, dass die anderen damals auch gepunktet haben“, blickt Meinke noch einmal zurück, macht aber gleichzeitig klar, dass dies nicht der Grund für den Abstieg gewesen ist. „Es ist sicherlich eine Qualitätsfrage. Außerdem haben wir sehr darunter gelitten, dass unsere drei bis fünf Top-Spieler immer wieder länger ausgefallen sind. Diejenigen, die dafür in die Bresche gesprungen sind, konnten dem nicht gerecht werden.“ Möglich wäre der Klassenverbleib aus seiner Sicht aber allemal gewesen: „Es wäre sogar unheimlich einfach gewesen, da die Bezirksliga im letzten Drittel wirklich ziemlich schwach ist.“

Den Stab über seine Mannschaft gedenkt Meinke deswegen aber nicht zu brechen. Denn trotz zahlreicher Nackenschläge bewies das Team, dass es intern stimmt. Sowohl die Trainingsbeteiligung als auch die Einstellung waren geradezu vorbildlich. „Dass ein Tim Kalwait vor dem Etelsen-Spiel um 15 Uhr aus Berlin losfährt, um rechtzeitig da zu sein, ist nur ein Beispiel“, führt der 31-jährige Coach an.

Obwohl Meinke in der kommenden Saison aufgrund seines Wechsels zum DFB-Stützpunkt nach Zeven nur noch als Spieler aktiv sein wird, nimmt er die Personalplanung in Bothel trotzdem noch in die Hand und stellt erste Weichen für die Zukunft. „Die Tendenz ist sehr positiv“, berichtet Meinke, der in dem Abstieg für seine Farben auch eine Chance sieht. „Vielleicht ist der Schritt zurück in die Kreisliga für die langfristige Entwicklung einiger Spieler gar nicht so verkehrt“, glaubt er.

Zwar möchte der B-Lizenzinhaber die Formulierung von Saisonzielen seinem Nachfolger Bosselmann überlassen, doch eine gute Rolle traut er seinen Noch-Schützlingen in jedem Fall zu. „Ich glaube, dass es positiv sein kann, dass wir öfter mal spielbestimmend sein werden und mehr Ballbesitz haben. Und natürlich freut man sich dann auch irgendwann auf das eine oder andere Derby“, so Meinke.

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