Misslungene Ostern – 1:3 in Bornreihe, 0:2 gegen Lüneburg / Umstellungen zahlen sich nicht aus

Abschied aus dem Titelrennen

Gleich ist es passiert: Felix Reinecke leitet das 1:0 für Lüneburg vor, Mathis Wulff kann seinen Fehler nicht mehr ausbügeln und Keeper Sebastian Lauridsen ist machtlos. - Foto: Freese

Rotenburg - Vor den Augen des designierten DFB-Präsidenten Reinhard Grindel und des künftigen Trainers Matthias Rose hat sich der Rotenburger SV am Ostermontag aus dem Titelrennen der Fußball-Landesliga verabschiedet. Nach dem 1:3 (1:2) zwei Tage zuvor bei Blau-Weiß Bornreihe zeigten die Wümme-Kicker gestern im Ahe-Stadion erneut einen unterdurchschnittlichen Auftritt und kassierten vor rund 100 Besuchern gegen den SV Eintracht Lüneburg eine vermeidbare 0:2 (0:0)-Schlappe.

Die Unterlagen für die Oberliga-Zulassung muss der RSV eigentlich nicht mehr abgeben – die nicht ganz geringen Kosten kann er besser sparen. „Jetzt ist endlich mal Schluss damit, im Umfeld von der Oberliga zu reden“, stellte der zum Saisonende scheidende Coach Jan Fitschen fest. Und auch innerhalb der Mannschaft hält sich die Begeisterung, was einen Aufstieg betrifft, offensichtlich ziemlich in Grenzen.

Nach der Null-Punkte-Ausbeute über Ostern ist der Rest der Saison – und auch das bevorstehende Spitzenspiel beim FC Hagen/Uthlede – ohnehin zum Schaulaufen geworden. „Wir machen einfach das 1:0 nicht und werden dann dafür bestraft. Und nachher hat sich Lüneburg den Sieg durch die kämpferische Leistung auch verdient“, meinte Routinier Tim Ebersbach. In der Tat besaß der RSV beste Gelegenheiten – vor allem durch Patrick Peter (14./45.) und Jannis Niestädt (15.). Niestädt und Yannik Malende wurde zudem nicht ganz regelkonform von Oliver Schulz und Felix Reinecke am Abschluss gehindert, doch der Elfmeterpfiff des etwas verspätet angereisten Referees Marcel Baumgart (SV Hambühren) blieb jeweils aus (17./21.). Hinzu kam, dass sich die von Fitschen getätigten Umstellungen – unter anderem lief Innenverteidiger Niestädt mal wieder als Stürmer auf – nicht auszahlten und die Abwehr erneut unsicher agierte.

Ein Fehler bei der Ballannahme durch Mathis Wulff führte denn auch zum Lüneburger 1:0, bei dem Felix Reinecke klasse Dennis Grienig bediente (50.). Beim zweiten Gegentor stand der RSV nach eigener Ecke bei einem Konter hinten völlig blank – Reinecke nutzte das Zuspiel von Jan Felix Anders, umkurvte Keeper Sebastian Lauridsen noch und schob ein (68.). „Die Gegentore waren schon krass“, wusste auch Tim Ebersbach. Und der kommende DFB-Präsident Reinhard Grindel kommentierte mit einem Halbsatz treffend: „Wenn man die Tore nicht macht ...“

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