Hurricanes planen ohne Nash und hoffen auf Griffitts

Vor dem Abflug

In der abrupt beendeten Saison bildeten Kama Griffitts (l.) und Becky Nash das Profi-Duo der Hurricanes. Das dürfte sich in der nächste Saison ändern. Foto: Freese

Scheeßel - Von Matthias Freese. Wenn das plötzliche Saisonende in der 2. Bundesliga der Basketballerinnen, noch vor den Play-offs, etwas Gutes hat, dann ist es die Chance, nun frühzeitig die Zukunft zu planen. Und genau das machen die auf Platz drei in der Nordstaffel gelisteten Avides Hurricanes auch bereits, wie Utz Bührmann, für die Finanzen zuständiges Vorstandsmitglied, durchblicken lässt. Die erste Erkenntnis: In den Planungen der BG ‘89 spielt die Kanadierin Becky Nash vermutlich keine Rolle mehr.

Zunächst gilt es jedoch, in der Corona-Krise ein anderes Problem zu lösen: Ebenso wie für Nash, muss auch für die US-Amerikanerin Kama Griffitts der ursprünglich erst in einigen Wochen geplante Rückflug organisiert werden. „Vorerst fliegen beide aber noch nicht in ihre Heimatländer zurück“, berichtet Bührmann. „Becky reist zunächst zu Freunden nach Köln. Kama wartet ab, wie es bei ihrem Freund (Braian Angola-Rodas, Anm. d. Red.) in Belgrad weitergeht.“ Er war erst kürzlich von Belgien nach Serbien gewechselt und spielt dort für Partizan in der adriatischen Liga (ABA) sowie im EuroCup – doch auch dort passiert aktuell nichts.

Verträge laufen bis Ende März

Klar ist, dass die Verträge mit den beiden Hurricanes-Profis noch bis Ende März laufen. „Darauf haben wir uns geeinigt. Die Arbeitsverträge enden eigentlich mit Abschluss der regulären Saison – die ist im Prinzip ja jetzt vorbei. Sie hätten sich aber automatisch mit den Play-offs verlängert, und zwar solange, wie man dabei ist“, klärt Bührmann auf und verspricht: „Bis Ende März finden wir eine Möglichkeit, wie beide nach Hause kommen.“ Wobei Nash – so ihre Planung – im April bereits in Australien sein will, um dort Ende des Monats bei den Geelong Supercats einzusteigen. Dort geht die Saison dann planmäßig bis Ende August.

Eine Rückkehr der 26-Jährigen zu den Hurricanes ist anschließend aber nicht geplant. Das räumt Bührmann ein: „Das ist zwar noch nicht entschieden, aber ich gehe davon aus, dass wir ohne Becky in die neue Saison gehen“, sagt er. Die 1,93 Meter große Centerin war in der abgelaufenen Serie auf durchschnittlich 8,8 Punkte und 5,6 Rebounds pro Spiel gekommen – ein Wert, der unter den Erwartungen lag. „Die Idee unseres Trainers Christian Greve ist es, vielleicht mit einer etwas kleineren Centerin zu spielen, die auch nur 1,88 Meter groß sein kann, aber dafür beweglicher ist. Das ist sicher eine gute Option“, erzählt Bührmann.

Kama Griffitts, die Dreier-Expertin, möchte der Club jedoch noch eine dritte Saison an sich binden. „Wir würden sie sehr gerne behalten. Bisher hat sie aber weder Ja noch Nein gesagt“, berichtet Bührmann.

Durchaus froh ist er übrigens darüber, durch den Abbruch der Saison nicht möglicherweise in eine Zwickmühle gekommen zu sein, wenn das Team es eventuell bis in die Finals geschafft und somit sportlich das Ticket für die erste Liga gelöst hätte. Bührmann gesteht: „Am Ende hätten wir ein sportliches Aufstiegsrecht wahrscheinlich nicht wahrgenommen. Der Etat, den wir für die erste Liga brauchen, ist nach meiner Erfahrung und den Gesprächen mit den Sponsoren nicht realisierbar. Das wäre ein zu großer Schluck aus der Pulle.“

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