Aber im Testspiel gegen Osnabrück sieht Coach Greve auch noch viele Baustellen

Rahn und Mankertz beim 78:56 schon in Dreierlaune

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Suchender Blick: Hurricanes-Neuzugang Katarina Flasarova (r.) will passen, Laura Rahn (verdeckt) versperrt Osnabrücks Britta Worms den Weg.

Scheeßel - Von Matthias Freese. Welche Aussagekraft hat dieses Match, hat dieser 78:56 (36:32)-Sieg wirklich? „Die Leistung war durchwachsen, wie es so bei Spielen ist, bei denen es nicht wirklich um das Ergebnis geht, sondern eher, wie performed wird“, merkte Trainer Christian Greve an.

Im Testspiel gegen die Zweitliga-Panthers des Osnabrücker SC präsentierten die Erstliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes erstmals dem eigenen Publikum ihr neues Team. 140 Fans waren gekommen, um es zu begutachten.

Greve versuchte nicht, den Auftritt schöner zu reden, als er war, sondern resümierte realistisch: „An einigen Sachen müssen wir noch kräftig arbeiten, und zwar ganz viel in der Defensive.“ Auch Kapitänin Pia Mankertz räumte ein, dass es dort bisweilen „noch sehr chaotisch wirkt, aber das kommt schon mit dem Üben“. Nach knapp zwei Wochen gemeinsamen Trainings fehlt es verständlicherweise noch an der nötigen Abstimmung, zumal mit Laura Rahn, Katarina Flasarova und der Amerikanerin Ashley Harris drei Kräfte neu dazugestoßen sind, die sich berechtigte Hoffnungen auf einen Platz in der Starting Five machen.

Einen nachhaltigen Eindruck hinterließ gegen Osnabrück insbesondere Rückkehrerin Rahn, vor allem aufgrund ihrer Treffsicherheit aus der Distanz. Bei sechs Dreier-Versuchen landete der Ball vier Mal in der Reuse – eine klasse Quote. Nicht viel schlechter war die von Mankertz, die von acht Würfen vier aus der Entfernung versenkte. „Das läuft im Moment besser als in der letzten Saison“, fand Mankertz selbst. Ansonsten gab es aber auch noch Leerlauf in der Offensive. Wie etwa im zweiten Viertel, als Janae Young erst nach knapp sechs Minuten der erste Korb für ihr Team gelang und sie damit die Führung zurückholte (26:25). Diese wurde gegen den ambitionierten Zweitligisten nach der Halbzeitpause kontinuierlich ausgebaut.

Osnabrück war mit den US-Amerikanerinnen Angela Pace und Alysa Horn sowie weiteren im Oberhaus erprobten Spielerinnen wie Britta Worms, Juliane Höhne oder Melina Knopp, aber auch der früheren Scheeßelerin Wiebke Kropp-Büttner als Neuzugang angereist – und dementsprechend ein guter Prüfstein. „Die sind schon ziemlich stark, vor allem Britta Worms hat mir gut gefallen“, erwartet auch Hurricanes-Coach Greve einen Spitzenplatz von den Panthers in der Zweitliga-Saison. In seinem Team sah er keinen Ausfall, lobte Ashley Harris für ihre gezeigte Variabilität, wusste aber auch: „Es ist noch vieles Stückwerk in so einem Spiel.“

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