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Lilienthals gutes Gespür für Fußballer mit Handicap

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Da geht’s lang: Auch mit 79 Jahren steckt Coach Rudi Lilienthal noch voller Energie. Er zeigt den Fußballern der Lindenschule den Weg zum Erfolg.

Rotenburg - Seit vielen Jahren sorgt Trainer Rudi Lilienthal bereits für hervorragende Leistungen an der Rotenburger Lindenschule. Er ist Gründungsmitglied und zweiter Vorsitzenderdes Behinderten-Sportvereins „Spaß-Bus“. Sein Verdienst ist es, dass die Fußballer der Förderschule sowie das Vereinsteam erfolgreich sind.

„Ich trainiere meine Spieler von klein auf. Da erkenne ich früh die Fähigkeiten und kann die Talente gezielt fördern“, erklärt der 79-Jährige sein Erfolgsrezept. Zudem habe er seinen Schützlingen immer wieder Selbstvertrauen vermittelt, sich stets mit anderen Sportlern zu messen. „Dadurch wecke ich ihren Ehrgeiz, den Vergleich mit Nicht-Behinderten zu suchen“, so der Trainer.

Bereits 2007, ein Jahr nach dem Start der landesweiten Behinderten-Liga, hat der 1999 pensionierte Lehrer der Lindenschule kontinuierlich mit dem Aufbau einer Fußball-Mannschaft als Leiter der Fußball-AG begonnen, ein Jahr später kamen die Erfolge.

Sein Team spielte in der Gruppe Nord oben mit und hatte sich für die Niedersachsenmeisterschaft qualifiziert. Die Kicker belegten bei jeder Teilnahme mindestens einen Platz unter den ersten fünf Teams.

Seit 2012 konzentriert sich der 79-Jährige auf die Behinderten-Schulliga. Dort zeigt seine Elf ebenfalls Spitzenleistungen. Viele erste und zweite Ränge sind Belege für seine sehr gute Arbeit.

Längst ist der Name Rudi Lilienthal weit über die Grenze Rotenburgs bekannt. Der Landesverband hat mehrfach Spieler der Lindenschule in den Niedersachsen-Kader einberufen. Selbst bei den Deutschen Meisterschaften nehmen drei von ihm trainierte Fußballer im Landeskader teil.

Wenn die Akteure die Schule verlassen, versucht er, diese in den verschiedenen Clubs am jeweiligen Wohnort zu integrieren. Trotz der vielen altersbedingten Wechsel, gelingt es Lilienthal immer wieder, eine neue Mannschaft aufzubauen. Die Arbeit macht ihm Spaß und erfüllt ihn mit Stolz. Sein Gespür für Talente hat der Routinier auch mit 79 Jahren nicht verloren – und das soll noch lange so bleiben.

go

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