77:61 gegen Bad Aibling / Harris mit wichtigen Punkten / Double-Double für Mallard und Young

Flasarovas furioses Finish

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Umkämpftes Aufsteiger-Duell: Katarina Flasarova, die Julijana Kancevic attackiert (Bild oben), wurde immer stärker.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Nur vier von 32 Dreierversuchen versenkt, zudem eine magere Erfolgsquote von 40 Prozent bei den Zweiern erreicht – lässt sich damit überhaupt ein Basketball-Spiel gewinnen? Und ob! Die Avides Hurricanes traten in Rotenburg den Beweis.

Mit einem 77:61 (29:25) gegen den Tabellenletzten der Damen-Bundesliga, den TuS Bad Aibling, zementierten sie nicht nur ihren Play-off-Rang, sondern knipsten dem Mitaufsteiger aus Bayern fast schon das Licht aus. Doch so deutlich, wie es das Ergebnis vorgaukelt, war es nicht.

„Die Play-offs können kommen“

„Die Fans lieben es ja spannend“, kommentierte Trainer Christian Greve mit einem Augenzwinkern. Die 260 Zuschauer mussten denn auch lange mit den Hurricanes bibbern. Zwar gerieten die Gastgeberinnen ab dem 10:9 nicht mehr in Rückstand (6.), setzten sich aber auch nicht entscheidend ab und kassierten in der 33. Minute durch Carla Bellscheidt sogar den Ausgleich – 50:50. Für den Tabellenfünften war das offensichtlich der schrillende Wecker, den er benötigte.

Insbesondere Katarina Flasarova und Ashley Harris liefen jetzt heiß. Die folgenden 16 Punkte bis zur 66:52-Führung (37.) gingen komplett auf ihr Konto – neun Zähler markierte Flasarova in dieser Phase, zudem trat sie als Vorbereiterin in Erscheinung. Dennoch war die 29-jährige Tschechin selbstkritisch: „Ich war zu lange zu passiv, erst im vierten Viertel habe ich mit mehr Aggressivität gespielt. Ich wusste aber, dass ich als älteste Spielerin in gewissen Momenten stark sein muss – im Kopf und auf dem Feld.“

Lange Zeit fehlte ihrem Team insbesondere in der Offense die Durchschlagskraft. Zu viele Korbleger gingen daneben, zu viele riskante Pässe missglückten. Und zur Pause lag die Dreierquote bei miserablen sechs Prozent! „Das war nicht gut“, gestand Greve. Bis dato war einzig Kapitänin Pia Mankertz mit ihrem Biss positiv aufgefallen. Am Ende sollten sich aber auch Kierra Mallard und Janae Young steigern und sich mit einem Double-Double verewigen.

Bad Aibling schwächte sich zudem selbst, indem Neuverpflichtung Milena Vukicevic und Aufbauspielerin Lena Bradaric ihr fünftes Foul kassierten (36./37.). Bradaric war untröstlich, Tränen flossen – wohlwissend, dass sie nicht nur neun der 23 Ballverluste ihres Teams produziert hatte, sondern das Duell im Aufbau entschieden wurde und die Hurricanes mit Mankertz und Flasarova deutlich stärker waren. „Auf der Position haben wir keine richtige Erfahrung“, gestand Gäste-Coach Milos Kandzic, für dessen Team die Niederlage doppelt bitter war, da die ChemCats Chemnitz als bis dato ärgster Rivale im Abstiegskampf zuvor gegen NB Oberhausen gewonnen hatten. „Wir probieren noch alles, sind aber langsam wieder dicht an der zweiten Liga dran.“

Die Hurricanes verkrafteten derweil die fünf Fouls für Harris (38.) und Mallard (40.) locker. Matchwinnerin Katarina Flasarova betonte jedoch auch: „Das Ergebnis sieht einfach aus, aber es war eines unserer schwersten Spiele.“

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